Einstige Rivalen: Griechische Krise führt zu Annäherung mit der Türkei

Panos Protopsalis, Leiter der griechischen Privatisierungsagentur HRADF, ist der Ansicht, dass die Krise die beiden Länder zueinander geführt habe. Die Feindseligkeiten könnten durch die wirtschaftliche Zusammenarbeit endgültig überwunden werden, meint er. Auch der Großteil der griechischen Gesellschaft habe das schon erkannt.

„Durch die Krise haben wir angefangen darüber nachzudenken, was wir in der Vergangenheit falsch gemacht haben und was wir in Zukunft anders machen wollen“, so Panos Protopsalis, Leiter der Privatisierungsagentur HRADF. Der Tageszeitung Zaman erklärte er, dass man die Krise auch aus einer anderen Perspektive betrachten müsse. Für die türkisch-griechische Freundschaft habe sich viel geändert – und zwar im positiven Sinne (viele Griechen kommen in die Türkei, um hier Arbeit zu finden – mehr hier).

Die griechische Gesellschaft habe mitbekommen, dass die Türkei ihr Nachbarland von Beginn der Krise an stetig unterstützt habe. Es gäbe eine „starke Zusammenarbeit“ von griechischen und türkischen Geschäftsleuten. Beide Seiten könnten „durch eine professionelle Herangehensweise Vorurteile, die seit vielen Jahren bestehen, durchbrechen“, so Protopsalis weiter (in der vergangenen Woche stellte die Privatisierungsagentur Investitionsmöglichkeit in Griechenland für türkische Geschäfstleute vor – mehr hier).

„Außer griechischer Ultranationalisten, die in der Minderheit sind, wäre die Reaktion der griechischen Gesellschaft im Falle eines türkischen Unternehmens, das große Anteile in Griechenland kauft, dieselbe wie bei französischen, britischen oder italienischen Firmen“, versichert er.

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