FBI-Ausbildung: Jeder, der muslimisch aussieht, ist verdächtig

Statt einen Tatverdacht mit falschen Handlungen zu rechtfertigen, bedienen sich FBI-Ermittler lieber an Stereotypen. Muslimisches Aussehen reicht vollkommen aus. Denn in den Ausbildungsunterlagen der US-Bundespolizei wird Muslimen generell unterstellt sie seien gewalttätig.

+++ Aktuell: EU-Projekt: Türkische Meister lassen bulgarische Schüler über ihre Schultern schauen +++ Keine Bürgschaften: Schlecker-Auffanggesellschaft gescheitert

Für viele FBI-Agenten dürften Muslime allein aufgrund ihrer Religion verdächtig sein, denn genau das wird ihnen in ihrer Ausbildung offenbar beigebracht. „Mainstream-Muslimen“ wird in einer Präsentation der US-Bundespolizei unterstellt, gewalttätig zu sein und dass der Islam seine Anhänger zum „Völkermord“ bewegen solle (auch in Europa stehen Muslime unter Generalverdacht – mehr hier).

Bei ihrer Arbeit müssen sich die Agenten sogar nicht einmal an das Gesetz halten. Weiter heißt es nämlich: „Unter bestimmten Umständen ist das FBI in der Lage, das Gesetz zu beugen oder auszusetzen, um die Freiheit anderer zu gewährleisten“. Den angehenden Agenten wird keine nähere Beschreibung gegeben, in welchen Situationen das der Fall sein könnte (das macht es schwer, den Werten des Grundgesetzes zu vertrauen – mehr hier).

Kommission untersucht die besagten Ausbildungsmaterialen

Senator Richard Durbin erklärte: „Es ist erstaunlich, dass solche Dinge zu Teilnehmern unserer FBI-Ausbildung gesagt werden. Sie machen ihre Arbeit dadurch nicht effektiver und tragen damit nichts zur Sicherheit der Amerikaner bei“. Eine Kommission untersuchte die besagten Ausbildungsmaterialen nach Bekanntwerden der Inhalte im Wired Magazin.

Durbin fordert nun Nachschulungen, um die Fehler in der Ausbildung zu bereinigen. „Das FBI sollte die Agenten identifizieren, die diese fehlerhaften Informationen in ihrer Ausbildung bekommen haben und Schritte unternehmen, die richtigen Inhalte zu vermitteln. Ansonsten operieren die FBI-Agenten unter falschen Annahmen über arabische Amerikaner oder amerikanische Muslime“, sagt Durbin (eine TV-Show über das Leben muslimischer Amerikaner wurde schon nach einer Staffel wieder eingestellt – mehr hier).

Die diskriminierende Herangehensweise sei zudem eine Gefahr. „Das könnte die Arbeit führender FBI-Agenten in der Terrorismusbekämpfung schädigen. Denn anstatt Individuen aufgrund ihrer Taten zu verdächtigen, basiert der Verdacht auf Religion und Ethnie.“

Eine Nachschulung sei jedoch nicht vorgesehen. Das FBI gab lediglich zu, dass Fehler in den Unterlagen vorhanden seien. Bei insgesamt 160.000 Seiten Lehrmaterial habe man nur bei weniger als einem Prozent Verfehlungen entdeckt.

Mehr zum Thema:

FBI Untersuchung: Scarlet Johanssons Handy wurde gehackt
Islamische Paralleljustiz in Deutschland: „Wir regeln das unter uns“
Turkish Coalition of America warnt vor Türkei-Hetze von TV-Sender Fox News

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.