“Fatmagül’ün Suçu Ne?”: Türkische Serie wird in der arabischen Welt immer beliebter

Die beliebte türkische TV-Serie "Fatmagül’ün Suçu Ne?" tritt nun auch außerhalb ihrer Heimat den Siegeszug an. Sie ist das jüngste türkische TV-Produkt, dessen Popularität sowohl im Mittleren Osten als auch in der arabischen Welt steigt und steigt.

Star der Serie ist Beren Saat, die Schauspielerin, die in diesem Format als „Fatima“ an der Seite von Egin Akyürek zu sehen ist, ist in der Region schon lange keine Unbekannte mehr. Das dortige Publikum verzauberte sie bereits als „Bihter“ in der TV-Serie „Aşk-ı Memnu“.

Charaktere sind Themen in arabischen Gazetten

“Fatmagül’ün Suçu Ne?” wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten fünf Tage die Woche über den Satellitenkanal MBC4 zur besten Sendezeit, der so genannten Primetime, ausgestrahlt. Mittlerweile haben sich auch die hiesigen Medien vom Hype rund um die türkische Serie anstecken lassen (diese Serie kommt auch in den USA zum Einsatz, um genau diese Entwicklung aufzuzeigen – mehr hier). Die Blätter sind voll von Nachrichten über Beren Saat und Co. Die Entwicklung der Charaktere rund um das Vergewaltigungsopfer Fatmagül und ihre Geschichte wird rege in der Öffentlichkeit diskutiert (seit 2009 werden in der Türkei besonders sexistische Filme sogar mit dem Golden Okra Award abgestraft – mehr hier).

Die Fanbase in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist mittlerweile ordentlich gewachsen (das Geheimnis des Erfolges liegt offenbar in der gezielten Ansprache von Frauen und ihren Themen – mehr hier). Und diese schätzen den Service, dass jede Folge der Sendung nach ihrer Ausstrahlung auch auf einer Video-Sharing-Webseite hochgeladen wird (in der Türkei sind bereits die Sozialen Medien für völliges Entertainment eingebaut– mehr hier).

“Fatmagül’ün Suçu Ne?” schon 2011 unter den beliebtesten Serien

In der Türkei kommen die Zuschauer nicht ganz so oft in den Genuss der Sendung wie ihre arabischen Nachbarn. Hier läuft “Fatmagül’ün Suçu Ne?” jeden Donnerstag auf Kanal D.  An diesem Donnerstag wird übrigens Folge 68 ausgestrahlt. Bereits 2011 gehörte das Format zu den beliebtesten Serien des Landes und landete hinter “Muhteşem Yüzyıl” und “Öyle Bir Geçer Zaman ki” auf Rang drei einer Studie des türkischen Medienbeobachtungsunternehmens MTM (im Rahmen der Studie wurde untersucht, über welche Produktionen am meisten gesprochen wurde – mehr hier).

Für Nuran Kuran von der Erler Film Company geht die Bedeutung türkischer TV-Serien sogar noch weiter. Seiner Ansicht nach hätten sie einen ganz wesentlichen Beitrag zum Arabischen Frühling geleistet (sie werden in mehr als 20 Ländern verfolgt und als diplomatische Kraft angesehen – mehr hier). Bei einem Treffen im Parlament erzählte er: “Der Inhaber von Erler Film, Türker İnanoğlu, hatte vor eineinhalb Jahren einen ägyptischen Gast. ‘Der Grund für den Arabischen Frühling ist vor allem auf eure TV-Serien zurückzuführen. Sie sehen, dass dort Demokratie herrscht und in der Türkei alles sehr schön ist. Und sie fingen an darüber nachzudenken’ Warum sind wir so?.”

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