Terror in Thailand: Bombenanschläge fordern mindestens acht Tote

Bei einer Serie Bombenanschlägen sind an diesem Samstag im Süden Thailands mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Armeesprecher mitteilte seien bei der Detonation von drei Autobomben mehr als 70 Personen verwundet worden. Noch stehen die Behörden vor einem Rätsel, wer dahinter stecken könnte.

Die verheerenden Anschläge haben sich zur Mittagszeit im Abstand von nur wenigen Minuten im Zentrum der Stadt Yala im unruhigen Süden des Landes ereignet. Die drei Bomben, die erste versteckt in einem Motorrad, die beiden anderen jeweils in einem Auto, sollen in der Nähe des Park View Hotel auf der Ruammitr Road in Tambon Sateng im  Bezirk Muang detoniert sein. Auch umliegende Häuser und Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Bomben detonierten im Abstand von wenigen Minuten

Die Attentäter, es werden muslimische Aufständische hinter den Anschlägen vermutet, zündeten zunächst eine Bombe via Mobiltelefon und warteten dann das Eintreffen der Polizei ab, bevor Sprengsatz zwei und drei, die alle im Abstand von 20 Metern positioniert gewesen sein sollen, aktiviert wurden. Bisher sollen die Anschläge mindestens acht Tote gefordert haben. Laut Dethrat Simsiri, Gouverneur von Yala gab es zudem 68 Verletzte. „Wir sind nicht sicher, welche Gruppe von mutmaßlichen muslimischen Aufständischen dahinter steckt, aber wir suchen“, sagte er. Andere Medien zitieren hingegen einen Armeesprecher, der von mehr als 70 Verletzten ausgeht.

Laut „Asien News“ kam es in der Zwischenzeit zu einem weiteren Zwischenfall in Hat Yai, Songkhla. Am Nachmittag soll eine weitere Bombe im Lee Garden Hotel gezündet worden sein. Bisher sind drei Todesopfer sowie zahlreiche Verletzte bekannt. Dazu heißt es: “ Über 200 Gäste und Hotel-Personal wurden in der vierten Etage eingeschlossen. Zahlreiche Anwesende erlitten Rauchvergiftungen. Die Rettungskräfte arbeiten noch daran sie zu evakuieren. (…) Es sollen ersten Vernehmen nach auch ausländische Touristen ums Leben gekommen sein.“ Andere Meldungen sprechen hingegen von einem Gas-Leck.

Unruhen in Thailand kosteten bisher 5000 Menschenleben

Die Welle der Gewalt im Nachbarland Malaysias hält bereits seit 2004 an. Fast jeden Tag gibt es neue Schreckensmeldungen über Explosionen und Schießereien. Bisher haben die Unruhen rund 5,000 Buddhisten und Muslime das Leben gekostet. Die Muslime im mehrheitlich buddhistischen Thailand beklagen seit längerem anhaltende Diskriminierungen durch die Behörden. Derartige Anschläge, so berichtet auch die türkische Zeitung „Hürriyet“, gehörten zur gängigen Taktik der islamistischen Separatisten. Yala, Narathiwat und Pattani sind die einzigen muslimisch dominierten Provinzen des Landes.

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