Schutz gegen den Iran: Türken wollen Atomwaffen

Im Falle einer iranischen Atombombe wollen sich die Türken nicht auf andere verlassen. Die meisten von ihnen glauben, es müssten eigene Atomwaffen entwickelt werden.

Zum Schutz gegen einen mit Nuklearwaffen ausgestatteten Iran ist auch die Mehrheit der Türken für die Entwicklung eigener Atomwaffen. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervor. Mit 54 Prozent sprachen sich mehr als die Hälfte der Türken in so einem Fall für die atomare Bewaffnung aus. Derzeit wird mit der Errichtung des ersten türkischen AKWs zur friedlichen Nutzung begonnen (mehr hier). 35 Prozent lehnen dagegen Atomwaffen – unabhängig von irgendeiner drohenden Gefahr – strikt ab.

Das Zentrum für wirtschaftliche und außenpolitische Studien (EDAM) fragte in der Türkei Anfang des Jahres 1500 Personen ab 18 Jahren: Sollte die Türkei als Reaktion auf eine mögliche Nuklearwaffen-Gefahr aus dem Iran eigene Atomwaffen entwickeln oder besser auf den Schutz der NATO vertrauen?

NATO-Schutz nicht ausreichend

Ausschlaggebend für die große Unterstützung von der atomaren Bewaffnung dürfte das mangelnde Vertrauen der türkischen Bevölkerung in die NATO gewesen sein. Nur 8,7 Prozent glauben nämlich, dass der NATO-Schutz im Falle einer iranischen Bedrohung ausreichend sein könnte die Türkei will einen Präventivschlag gegen den Iran verhindern – mehr hier). Die 18 bis 24-Jährigen sind entweder am überzeugtesten von der atomaren Bewaffnung, oder aber sie sind diejenigen, die die Bedrohung aus dem Iran am größten einschätzen. In dieser Altersgruppe wollen mehr als 56 Prozent eigene Waffen entwickeln, wenn das Nachbarland Iran auch welche besitzt.

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