Flughafen Istanbul: Mann mit 2,5 Millionen Dollar Bargeld geschnappt

Der türkischen Polizei ist am Flughafen Istanbul ein ungewöhnlicher Fang ins Netz gegangen. Im Gepäck eines libyschen Passagiers entdecken die Beamten die sagenhafte Summe von 2,5 Millionen Dollar - in bar.

Der Passagier befand sich am vergangenen Sonntag auf dem Atatürk Flughafen auf der Durchreise von Libyen nach Jordanien. Nachdem der Mann seinen Transitflug verpasst hatte, musste er einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen.

Nachdem er am Schalter von Jordan Airlines ein neues Ticket gelöst hatte, wurde ihm eine zweite Sicherheitskontrolle zum Verhängnis. Dort entdeckte die Polizei die 2,5 Millionen Dollar in seiner Tasche. Sechs Stunden, eine Geldzählmaschine und ein Bankangestellter waren nötig, um den Fund festzustellen.

Libyscher Passagier gibt „geschäftliche Gründe“ an

Eigentlich müssen Passagiere die Behörden informieren, wenn sie hohe Summen mit sich führen. Doch der in den türkischen Medien nicht näher identifizierte Mann, tat das nicht, was nun selbstverständlich Spekulationen auslöst. Der Erwischte selbst gibt an, dass der das Geld „aus geschäftlichen Gründen“ bei sich hatte. Er sei der Meinung gewesen, so heißt es weiter, dass er niemanden darüber hätte informieren müssen (im vergangenen Sommer kam das Thema Organschmuggel wieder ganz groß in die türkischen Medien – mehr hier auch Drogenschmuggel steht auf der Tagesordnung – mehr hier).

Unwissenheit schützt jedoch auch in der Türkei vor Strafe nicht: Das Geld wurde von der Polizei beschlagnahmt und in die türkische Zentralbank gebracht. Der Passagier hingegen wurde dem Gericht überstellt.

Geldwäsche nimmt auch an deutschen Flughäfen zu

Auch an deutschen Flughäfen ist das Schmuggeln vo Bargeld ein Problem. Wie die „Frankfurter Neue Presse“ berichtet, würden den Zollbeamten am Flughafen immer mehr Bargeldschmuggler ins Netz gehen. Allein 2011 wurden so unangemeldete Gelder in Höhe von 42 Millionen Euro sichergestellt. Ab einem Betrag von 10.000 Euro müssen Geld, Schecks, Wertpapiere oder Pfandbriefe, die in der EU oder aus ihr heraus gebracht werden möchten, angemeldet werden. Hinnehmen will man diese Entwicklung allerdings nicht. Um den Geldwäschern das Handwerk zu legen, sei nun eine Spezialeinheit gegründet worden. Hier kommen Hunde zum Einsatz, die das Geld erschnüffeln können. Der größte Fund in jüngster Zeit gelang den Beamten im vergangenen September. Damals fanden die Zöllner bei der Kontrolle einer Vietnamesin, die zurück in ihre Heimat reisen wollte, 902 000 Euro in bar.

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