Freifahrtschein in den Himmel: Geschäftsmann hinterlässt Katholischer Kirche 1,4 Milliarden Euro

Seinen Platz im Himmel kann man sich nicht erkaufen. Oder etwa doch? Ein italienischer Geschäftsmann hat der Katholischen Kirche nun Vermögenswerte in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, einschließlich einer Mehrheitsbeteiligung an seinem Unternehmen, das automatische Torantriebe herstellt, hinterlassen.

Michelangelo Manini starb bereits am 17. März dieses Jahres im Alter von nur 50 Jahren an Krebs. In seinem Testament legte er fest, dass seine Immobilien, Bankkonten und seine Mehrheitsbeteiligung an der FAAC an die Diözese Bologna übergehen sollen. Das wurde auf einer Vorstandssitzung der FAAC, so der Name seines Unternehmens, am verganenen Montag bekannt (in den USA wurde hingegen die Forderung laut, dass die Türkei „die Kirchen ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgeben“ soll – mehr hier)

„Wir werden die Arbeit unseres Wohltäters im Sinne der FAAC und der Mitarbeiter fortführen“, so Andrea Moschetti, ein von der Kirche bestellter Anwalt, der sich um den Nachlass kümmern soll. Schon kurz nach Bekanntwerden des letzten Willens schloss Moschetti nun gegenüber der italienischen Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ aus, dass die Anteile, die nun der Römisch-Katholischen Kirche gehören, sie hält 66 Prozent, an die französischen Minderheitseigner von Somfy, die 34 Prozent des Unternehmens halten, verkauft werden könnten.

Kirche will Unternehmen mit „strengen ethischen Kodex“ erschaffen

„Ganz nach der Natur des einstigen Besitzers, wird es das Ziel sein, einen Betrieb mit einem strengen ethischen Kodex zu schaffen“, so Moschetti weiter. Zuvor ließ die Kirche bereits durchblicken, dass das Geld helfen würde „die Bedürfnisse der Menschheit unter dem biblischen Gebot der Nächstenliebe“ zu stillen (ein Kater erbte Mitte Dezember letztens Jahres stolze zehn Millionen Euro – mehr hier).

Die FAAC wurde vom Vater des Verstorbenen bereits in den 1960er Jahren gegründet. Derzeit hat das Unternehmen einige tausend Mitarbeiter und ist weltweit in zwölf Ländern aktiv. Im Augenblick erwirtschaftet die FAAC einen Jahresumsatz von 214 Millionen Euro.
Manini, der sich während seines gesamten Lebens nie als Kirchenwohltäter hervorgetan hatte, starb ohne direkte Erben oder Verwandte zu hinterlassen. Seinen letzten Willen setzte er bereits 1992 auf.

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