„Titanic 3-D“: Nichts kann dieses Schiff versenken

Den Titanic-Song von Celine Dion kann Hauptdarstellerin Kate Winslet nicht leiden. Ihre neue Figur hingegen schon. Während Leonardo DiCaprio über die Jahre zugelegt hat, sei sie schlanker geworden. Doch das sind auch schon die einzigen Veränderungen rund um den Kultfilm aus den 90er Jahren. James Camerons Monumentalwerk scheint anders als das Original tatsächlich "unsinkbar".

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Pünktlich zum 100. Jahrestag der Katastrophe im Nordatlantik ist auch der Hollywood-Blockbuster „Titanic“ wieder aus den Tiefen hervorgestiegen. Mit einer 3D-Version sollen die Menschen erneut in die Kinos gelockt werden. Dem Erfolgszug des Kreuzfahrtdampfers kam damals ein Eisberg in die Quere. Und wie steht es mit der Kinoversion? (Bereits im vergangenen November gab es den ersten Trailer – mehr hier)

Eigentlich so gut wie nichts: Denn glücklicherweise hat James Cameron mit Bedacht der Versuchung widerstanden, die Spezialeffekte des einst Oscar prämierten Machwerks zu überarbeiten. Einen der insgesamt elf Academy Awards erhielt der Streifen 1998 gerade dafür. Auch die Computeranimationen von einst, die die Titanic in voller Größe erstrahlen lassen, wurden so belassen, wie sie damals erarbeitet wurden. Um den Ticketverkauf fast 15 Jahre später erneut anzuheizen hätte Cameron auch zusätzliches Material in den Film schneiden können – doch auch das hat der Regisseur tunlichst unterlassen (vielmehr prophezeit der Regisseur schon im Oktober 2011 eine völlig neue Erfahrung – mehr hier).

„Titanic“ wurde speziell für die große Leinwand gemacht

Die „Titanic“ von einst ist so, wie sie die Fans in Erinnung behalten haben. Und das ist auch gut so. Denn genau jetzt offenbart sich die geheime und eigentliche „Waffe“, die Camerons Film zu dem gemacht hat, was er war und ist: „Titanic“ war von Anfang an für die große Leinwand konzipiert. Ob Zuhause oder auf DVD, egal wie groß der Flachbildschirm oder Videoprojektor auch ist, die „Titanic“ ist einfach nicht das gleiche wie im Kino. Es ist lediglich die Erinnerung an ein großartiges Erlebnis, das man zuvor im Kino hatte. Die Dimensionen, in den Cameron gedacht hat, waren ungeheuerlich. Nur so konnte das gewisse Kribbeln in der Magengegend entstehen, wenn Rose und Jack ganz vorne auf der Reling stehen und unter ihnen das Meer hinweg rauscht. Oder später: Wenn die „Titanic“ sinkt und die Menschen aus schier unvorstellbarer Höhe in den Tod stürzen.

Ein Jahr hat die Überarbeitung des einstigen Kinohits zur 3D-Version gedauert und noch einmal 18 Millionen Dollar verschlungen. Fachkundig wie Spielberg und Scorsese weiß Cameron die Technologie einzusetzen. Die meisten neuen Effekte  – vor allem in der ersten Hälfte – dienten dazu Räumlichkeit und Dimension zu erweitern. Auch das Innere des Schiffes kommt jetzt noch besser zur Geltung. Die Gold-Verzierungen auf den Tellern wirken so echt als könnte man sie berühren. Und auch DiCaprio sieht plötzlich wieder unglaublich jung und adrett aus. Während Kate Winslet schöner wirkt, als sie das Publikum vielleicht in Erinnrung hat. Wie sich die Zeiten doch ändern können…

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