Türke entwickelt Impfstoff zur Stärkung des Immunsystems

Fikri Avcı hat einen Impfstoff entwickelt, der vielen Menschen weltweit das Leben retten könnte. Der neue Impfstoff soll vor vielen Arten der Lungenentzündung und der Meningitis schützen können.

Fikri Avcı von der Harvard Universität ist es gelungen einen Impfstoff zu entwickeln, der Todesfälle durch Meningitis und Lungenentzündungen drastisch senken könnte. Der Impfstoff könne sowohl bei Kindern als auch bei Älteren angewendet werden. Seine Forschung betrieb Avcı in Kooperation mit der Rockefeller Universität.

„Mein fünf-Personen-Team arbeitet an dieser Art von Impfstoff seit fünf Jahren. Die Studie ist nun mit der Entwicklung einer verbesserten Art von Impfstoff, dem Glycoconjugate, beendet worden. Es bindet Kohlenhydrate an Proteine. Damit kann der Impfstoff vor ansteckenden Krankheiten wie der Pneumonie schützen“, erklärte Avcı der Nachrichtenagentur Anatolia (Ärzte in der Türkei gelangten zu internationaler Bekanntheit, weil sie die erste dreifache Gliedmaßen-OP durchführten – mehr hier).

Besonders in Ländern, in denen die Immunsysteme der Menschen durch mangelhafte Ernährung oder andere Umstände geschwächt ist, könnte der Wirkstoff mehr als nützlich sein (in Deutschland wurde dagegen offenbar ein Impfstoff gegen Alzheimer entwickelt – mehr hier).

Das Team hatte zunächst untersucht, wie diese Art von Impfstoff mit dem Immunsystem des Menschen interagiert. „Unser Forschungsteam hat herausgefunden, dass die T-Zellen des Immunsystems Kohlenhydrate des Impfstoffs erkennen. Das führte zu der Entdeckung, dass es T-Zellen gibt, die nur auf Kohlenhydrat-Ketten reagieren“, so Avcı.

Die Pneumonie gehört in Deutschland immer noch zu den häufigsten Todesursachen. Knapp 19.000 Menschen sterben jedes Jahr an einer Lungenentzündung.

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