Schweres Unglück in der Türkei: Brücke stürzt in sich zusammen

Im nordtürkischen Bezirk Caycuma hat sich ein schweres Unglück ereignet. Eine Brücke, die über den Fluss Filyos führt, ist in sich zusammengestürzt. Im Augenblick werden 15 Menschen vermisst.

+++ Aktuell: Brückenunglück in der Türkei: Jetzt ist ein weiterer Pfeiler eingestürzt +++

Bisher sind über das Unglück nur wenige Informationen bekannt. Wie Augenzeugen gegenüber den Medien berichten, sollen gleich mehrere Fahrzeuge, darunter auch ein mit elf Mann besetzter Kleinbus, bei dem Zusammensturz am vergangenen Freitagnachmittag in die Fluten geraten sein.

Hoher Wasserpegel und Strömung behindern Rettungskräfte

Die Brücke wurde auf einem Abschnitt von 100 Metern zerstört (ein neues Autobahnprojekt wurde vom Staatsrat soeben auf Eis gelegt – mehr hier). Widrige Witterungsumstände behindern derzeit die vor Ort im Einsatz befindlichen Rettungskräfte. Erschwerend kommt die starke Strömung des Filyos hinzu, die Tauchgänge derzeit unmöglich macht. Die Sicht im Wasser, so erklären die Rettungskräfte, sei bei nahezu null. Bis tief in die Nacht hinein suchten sie unnachgiebig nach den Opfern. Am frühen Morgen wurden die Bemühungen fortgesetzt. Auch Spürhunde kommen zum Einsatz.

In Folge eines Erdrutsches, so berichten die türkischen Medien, krachten gegen 15.30 Uhr am Karfreitag zwei Brückenpfeiler ein (Anfang Januar war die Finanzierung für die dritte Bosporus-Brücke gescheitert – mehr hier). Zwei Personen, die in ihrem Kleinwagen von der Strömung mitgerissen wurden, konnten 500 Meter weiter flussabwärts wieder an Land gezogen werden. Sie wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Mittlerweile, so heißt es weiter, seien auch Angehörige der Vermissten am Unglücksort eingetroffen. Tränenüberströmt harren sie aus, während die Teams auch via Helikopter nach ihren Familienmitgliedern suchen. Der Brückenbau stammt aus den 50er Jahren.

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