Weltweites Google Art Project: Jetzt ist das zweite türkische Museum mit dabei

Die türkische Kulturszene zieht nach: Nach dem Pera Museum ist nun auch das Sakıp Sabancı Museum (SSM) in İstanbul Teil des so genannten "Google Art Project". Mit Hilfe des Tools können die User mittlerweile ganz bequem vom heimischen Rechner aus durch 151 Museen weltweit spazieren und dabei rund 30.000 Kunstwerke besichtigen.

Anfangs umfasste das „Google Art Project“ 17 Museen. Seit Februar 2011 haben die Google Street-View-Fahrzeuge Gemälde, Zeichnungen, Fotos und Skulpturen in mittlerweile 40 Ländern der Erde eingefangen, so die Organisatoren, die sich in der vergangenen Woche erneut im Musée d’Orsay in Paris getroffen haben.

SSM-Rundgang: Nicht nur für Touristen interessant

Gast der Zusammenkunft war diesmal auch SSM-Generaldirektor Bülent Bankacı. In einer schriftlichen Erklärung, gab das Museum mittlerweile bekannt, dass man stolz sei, jetzt, neben führenden Museen der Welt, ebenfalls Teil dieses Projektes zu sein. „Auf diese Weise können nun Museumsbesucher auf der ganzen Welt die Kunstwerke im SSM besichtigen können“, heißt es darin. Doch nicht nur für ausländische Touristen sei die Seite interessant. Auch türkische Bürger aus allen Teilen des Landes, die nicht die Möglichkeit hätten das Museum zu besuchen, könnten so einen Einblick gewinnen, stellt Bankacı den Vorteil dieses Online-Projektes heraus.

Noch ist kein kompletter virtueller Rundgang durch das Sakıp Sabancı Museum bereitgestellt. Im Augenblick können sich die User jedoch schon einmal an der renommierten kalligraphischen Sammlung des Hauses in 3D-Darstellung erfreuen (mehr hier).

„Google Art Project“: 30.000 Kunstwerke per Klick ins Haus

Das „Google Art Project“ stützt sich bei seiner Präsentation nicht nur auf Google-Technologien. Daneben werden auch Experten-Informationen der Museums-Partner zur Verfügung gestellt, um so kompetente Online-Führungen durch Museen und Galerien auf der ganzen Welt bieten. Mit nur wenigen Mausklicks können derzeit mehr als 30.000 Kunstwerke ins eigene Wohnzimmer geholt werden – Und das hochauflösend und mit verschiedenen Zoomstufen, die teils jeden einzelnen Pinselstrich nachvollziehbar machen. Das Projekt bietet mittlerweile Einblicke in einige der weltweit führenden Museen und Galerien an. Darunter das Metropolitan in New York, Berlins Alte Nationalgalerie, das Rijksmuseum in Amsterdam, die Eremitage in St. Petersburg oder auch das Tate Britain in London.

Hier geht es direkt zum „Google Art Project“.

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