Assad-Soldaten eröffnen Feuer an türkischer Grenze

An der Grenze zur Türkei kam es am Montag zu Gefechten zwischen syrischen Soldaten und Oppositionellen. Mehrere Personen auf türkischem Boden wurden von Kugeln getroffen und verletzt. Mindestens drei Syrer starben. Das türkische Außenministerium fordert eine sofortige Beendigung der Attacken.

An der syrisch-türkischen Grenze kam es am Sonntag zu Gefechten zwichen Assad-Soldaten und Oppositionellen. Dabei wurden auf türkischem Boden, in der Provinz Kilis mindestens drei Personen von herumfliegenden Kugeln verletzt. Unter den Verletzten befindet sich, wie türkische Medien berichten, ein türkischer Staatsbürger, der als Übersetzer im Flüchtlingslager arbeitete. Das türkische Außenministerium fordert die umgehende Beendigung des Gefechts. Vertreter des Ministeriums befinden sich in der syrischen Botschaft (nach den jüngsten Gefechten flüchten immer mehr in die Türkei – mehr hier).

Offenbar hatten bis zu hundert Syrer versucht, in die Türkei zu flüchten, wobei sie in die Gefechte gerieten. Auf türkischer Seite liefen mehrere Syrer und Türken, die das Feuer hörten über die Grenze, um die Verwundeten ins lager zu bringen. Mindestens 13 Verletzte konnten sie in die Türkei bringen. Für drei von ihnen war allerdings jede Hilfe zu spät. Die Zahl der Sicherheitskräfte am Grenzübergang in Kilis sind bereits verstärkt worden. Weitere Personen, die den Oppositionellen aus der Türkei zu Hilfe kommen wollen, werden offenbar nun daran gehindert (die PKK soll die syrischen Truppen sogar unterstützen – mehr hier).

Derzeit haben nach Angaben von CNNTurk Flüchtlinge die Aussichtsplattformen besetzt und rufen den Assad-Soldaten Anti-Regime-Parolen zu. Der Gorverneur von Kilis, Yusuf Odabaş, erklärte, dass es keine Intervention der türkischen Sicherheitskräfte gegeben habe. Keiner der türkischen Soldaten habe gefeuert. Alle Verletzte seien beim Gefecht oder durch herumfliegende Kugeln getroffen worden.

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