Wunder in Argentinien: Totgeglaubtes Baby überlebt 12 Stunden im Leichenschauhaus

Als eine Mutter in der nordargentinischen Provinz Chaco ihr vermeintlich totes Baby sieht, bricht sie zusammen: Ihr kleines Mädchen war, so hatten es ihr die Ärzte gesagt, ohne Lebenszeichen zur Welt gekommen. Stunden später wollte sie sich eigentlich verabschieden und erlebte die Überraschung ihres Lebens.

Zwölf Stunden zuvor hatte das Drama seinen Lauf genommen: Viel zu früh, nämlich bereits in der 26. Schwangerschaftswoche, war das Baby zur Welt gekommen. Nachdem die Ärzte kein Lebenszeichen feststellen konnten, wurde die Kleine für tot erklärt und in das Leichenschauhaus des Perrando Krankenhauses in Resistencia gebracht. Mit einem Totenschein in der Hand machten sich die am Boden zerstörten Eltern auf den Heimweg zu ihren vier Kindern.

Baby lag gut zwölf Stunden in einem Kühlfach

Doch dann kehrten Analia Bouter und ihr Ehemann erneut in die Klinik zurück, um ihr Baby, das in der Zwischenzeit in einer Kühlkammer aufbewahrt wurde, noch einmal zu sehen. Gegenüber der argentinischen Zeitung „Clarin“ erinnert sie sich: „In dieser Nacht gingen wir ins Leichenschauhaus. Wir wollten ein Foto von unserer Tochter machen. Als dann ein Mitarbeiter das Fach öffnete, hörten wir einen Schrei und sahen, dass sie am Leben war.“ Nachdem sie sah, wie sich das Baby bewegte, wich sie zurück und sank auf die Knie. „Mein Baby wurde um 10.24 Uhr geboren. Bereits um 11.05 Uhr war sie im Kühlfach. Ganze zwölf Stunden verbrachte sie in dieser eisigen Kälte. Ich habe selbst das Eis auf ihrem Körper gesehen.“ (der totgeglaubte Yunus Geray wurde in der Türkei lebend aus den Trümmern gezogen, verstarb dann aber auf dem Weg ins Krankenhaus – mehr hier)

Wie Bouter erklärte, sei ihre Schwangerschaft bis zu jenem schicksalshaften 3. April völlig normal verlaufen. Dann hätten urplötzlich die Wehen eingesetzt. „Zunächst erklärten mir die Ärzte, dass sie tot geboren worden sei. Dann sagten sie, dass sie kurz nach der Geburt gestorben wäre, da sie zu klein gewesen sei, um zu überleben. Ich weiß nicht, wer dafür verantwortlich zu machen ist, darüber denke ich im Augenblick auch gar nicht nach. Die Freude darüber, dass sie am Leben ist, überdeckt alle anderen Gefühle. Ich bin Christin und ich glaube, dass das ein Wunder Gottes ist.“ Von Minute zu Minute, so fährt sie fort, würde ihre kleine Tochter stärker werden. Die Eltern, die sie ursprünglich Luciana Abigail nennen wollten, gaben ihr nun den Namen Luz Milagros, was so viel bedeutet wie helles Wunder.

Krankenhaus-Direktor hat keine Erklärung für den Vorfall

In der Zwischenzeit hat auch das Krankenhaus auf den unglaublichen Vorfall reagiert. Sämtliche Mitarbeiter, die involviert waren, wurden kurzerhand vom Dienst suspendiert und eine Untersuchung eingeleitet. Wie Krankenhaus-Direktor Jose Luis Meirino gegenüber den Medien mitteilte, habe er im Moment noch keine Erklärung, wie es überhaupt dazu kommen konnte. „Das Baby wurde durch einen Geburtshelfer, Gynäkologen und einen Neonatologen begutachtet. Sie alle kamen zu demselben Schluss, nämlich dass das Baby tot geboren worden sei.“ Durch die Hypothermie könnte das Baby in eine Art „Winterschlaf“ gefallen sein, wodurch die Vitalfunktionen völlig zum Erliegen gekommen sein könnten, so seine Theorie. Rafael Sabatinelli, Gesundheits-Sekretär der argentinischen Provinz Chaco, bezeichnete den Fall als „skandalös“ und versprach eine umfassende Untersuchung. Jeder Einzelne, der hier involviert gewesen sei, trage Verantwortung.

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