Energiesektor: Bangladesch will türkische Investoren anlocken

Bangladesch und die Türkei wollen ihre wirtschaftlichen Beziehung stärken. Das derzeitige Handelsvolumen von einer Milliarde soll schon 2015 drei Milliarden erreichen. Sheikh Hasina, Ministerpräsidentin von Bangladesch, will besonders, dass türkische Unternehmer in den Energiesektor ihres Landes investieren.

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Eine Millairde Dollar erreichte das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Bangladesch im vergangenen Jahr. Am Donnerstag sprachen Sheikh Hasina, Ministerpräsidentin von Bangladesch, und der türkische Premier Erdoğan über weitere wirtschaftliche Projekte, die das Volumen noch einmal steigern sollen.

„Wir haben kulturelle und landwirtschaftliche Kooperationen sowie Zusammmenarbeit im Bildungsbereich besprochen“, sagte Hasina nach ihrem Treffen mit Erdoğan und Gül. Zudem habe sie türkische Geschäftleute aufgefordert, nach Bangladesch zu kommen und dort Investitionen zu tätigen, vor allem in den Energiesektor (der türkische befindet sich derzeit in der Krise – mehr hier).

Erdoğan besuchte im November 2010 Bangladesch und war damit der erste türkische Ministerpräsident seit 21 Jahren, der diese Reise antrat (China besuchte vor ihm 27 Jahre lang kein türkischer Premier mehr – mehr hier). Schon damals wurden neue wirtschaftliche Beziehungen geknüpft.

Während das Handeslvolumen 2002 noch 47 Millionen Dollar betrug, steigerte es sich 2009 auf 658 Millionen. Erdoğan erklärte, sie hätten nun das für 2015 gesetzte Ziel von einer Milliarde Dollar auf drei Milliarden hochgestuft. Hasina betonte, ihr Land lege großen Wert auf die Beziehungen zur Türkei.

Bangladesch und die Türkei gehören zu der „Gruppe der acht Entwicklungsländer“ (D-8), ein wirtschaftliches Bündnis, das 1997 in Istanbul gegründet wurde. Die weiteren Mitgliedsländer sind Ägypten, Indonesien, der Iran, Malaysia, Nigeria und Pakistan.

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