Istanbul: Atomgespräche mit dem Iran verlaufen „konstruktiv“

Die 5+1 Gruppe, zu denen China, Frankreich, Großbritannien, Russland, die USA und Deutschland gehören, sind in der Türkei zu Gesprächen mit dem Iran zusammengekommen, um das umstrittene Atomprogramm zu besprechen. Beobachter hoffen auf positive Ergebnisse, doch in manchen Punkten ist der Iran nicht zu Kompromissen bereit.

Die nächste Runde der Atomgespräche zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft hat am Samstag in Istanbul begonnen. Bisher seien diese „konstruktiv“ und „anders als vorherige Treffen“ gelaufen, berichtete ein europäischer Diplomat nach Angaben türkischer Medien.

Auch Michael Mann, Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, bestätigte diese Angaben. „Wir sind mit der konstruktiven Atmosphäre der vergangenen zweieinhalb Stunden zufrieden“, erklärte er kurz nach Beginn der Gespräche. Es hätten sich diesmal richtige Diskussionen entwickeln können.

Ashton selbst erklärte am Samstag: „Wir sind hier, um einen Weg zu finden, wie wir ein Vertrauensverhältnis aufbauen können und wie wir demonstrieren können, dass sich der Iran vom Atomwaffenprogramm distanziert“.

Die Gespräche sollen vor allem das angespannte Verhältnis zwischen Israel und dem Iran verbessern, denn die Gefahr eines Militärschlags gegen iranische Atomanlagen steht weiterhin im Raum (viele Türken befürworten ebenfalls Atomwaffen, um sich vor dem Iran zu schützen – mehr hier). Der Iran habe als ersten Kompromiss angeboten, IAEA-Beobachter während der Verarbeitung höher angereicherten Urans zu Brennstäben zuzulassen. Hierbei soll es um knapp 100 Kilogramm Uran gehen. Mögliche verstärkte Kontrollen der iranischen Anlagen stoße allerdings auf Ablehnung.

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