Spiele-Manipulationsskandal: Gesperrter südkoreanischer Spieler begeht Selbstmord!

Nicht nur in der Türkei, auch im fernen Südkorea wird die Fußballwelt von einem Spiele-Manipulationsskandal gebeutelt. In diesen Stunden verbreitet sich jedoch eine Horrornachricht wie ein Lauffeuer: Denn im fernen Asien hat der Skandal nun ein weiteres Todesopfer gefordert.

Der 24-jährige Lee Gyeong-hwan, der wegen seiner Rolle im hiesigen Spiele-Manipulationsskandal lebenslang ausgeschlossen wurde, ist tot aufgefunden worden. Wie die lokalen Medien berichten, wird derzeit von Selbstmord ausgegangen. Gefunden wurde die Leiche des jungen Mannes nach Angaben der Polizei bereits am vergangenen Wochenende vor einem Mehrfamilienhaus im Zentrum von Incheon. Weitere Einzelheiten sind bisher noch nicht bekannt.

Lee Gyeong-hwan ist bereits das dritte Todesopfer

Lee war im vergangenen Jahr aus der K-League ausgeschlossen worden, nachdem ihm Verwicklungen in den riesigen Manipulationsskandal, übrigens der schlimmste in der 29-jährigen Liga-Geschichte, vorgeworfen wurden. Der Wettskandal in Asien hatte sich 2011 derart verschärft, dass die südkoreanische Regierung zwischenzeitlich sogar damit drohte, den Ligabetrieb einzustellen. Ein Trainer und ein ehemaliger Spieler haben seit Bekanntwerden des Skandals, im Zuge dessen gut 50 Profis festgenommen wurden, bereits Selbstmord begangen. Betroffen war übrigens nicht nur der Fußball. Auch Baseball und Volleyball waren betroffen.

In der Türkei haben am 14. Februar die strafrechtliche Verhandlung über den Fußball-Manipulationsskandal in Istanbul begonnen. Die Anklageschrift von etwa 400 Seiten wurde vollständig verlesen. Der strafrechtliche Prozess zum Manipulationsskandal umfasst insgesamt 93 verdächtigte Personen. Darunter sind 23 Fußball-Leute immer noch inhaftiert (Fans versammelten sich seinerzeit vor dem Gerichtsgebäude, um ihre Solidarität zu bekunden – mehr hier).  Die Anklageschrift wirft den noch inhaftierten Fußball-Protagonisten die Gründung einer schweren kriminellen Organisation vor. Kurz zuvor verhängte bzw. bestätigte die FIFA die Gültigkeit der Sperren von insgesamt 24 Akteuren – darunter Spieler und Trainer. Die Erklärung der FIFA beruht auf die Sanktionierung der TFF, bei der insgesamt 24 Personen Berufsverbot erhielten (die türkischen Vereine waren vom medialen Druck überfordert – mehr hier).

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