Das 007 Frühstück: Daniel Craig trinkt Bier schon am Morgen

Geschüttelt, nicht gerührt: So lautete bisher das wohl bekannteste 007-Motto. Nur noch wenige Tage, dann trifft James Bond persönlich in Istanbul ein. Doch dann heißt es umdenken. Jetzt gilt bei "Skyfall" nur noch: Flasche auf!

Bisher gehörte Wodka-Martini so unumstößlich zu James Bond wie der rechte zum linken Schuh. Es schien kaum vorstellbar, dass sich der Held im Dienste Ihrer Majestät jemals an etwas anderem laben könnte. Bis heute! Denn im neuesten James Bond-Film „Skyfall“ erleben die Zuschauer ab 1. November 2012 einen echten „Kulturschock“.  Der 44-jährige Daniel Craig trinkt dann, statt wie gewohnt Wodka-Martini, Bier der niederländischen Marke Heineken.

Das „unglückliche“, aber für die Produktion eines solchen Films notwendige „Product placement“ kommt dem Schauspieler, wie er im Interview mit der „Huffington Post UK“ gesteht, übrigens auch privat zupass. „Es ist mein Lieblingsbier“, gesteht er der Redakteurin Caroline Frost beim Gespräch am Set. „Ich trinke es jeden Morgen – macht das nicht jeder?“

Produktion und Werbung verschlingen Unsummen

Doch Spaß beseite. Der Wechsel von Wodka-Martini auf Heineken, habe für einigen Aufruhr gesorgt. Doch Craig stellt klar, dass auch der nunmehr 23. James Bond ohne solche Kooperationen nicht entstehen könnte (die türkische Stadt Adana profitiert ebenfalls von den kürzlichen Dreharbeiten – mehr hier). „Die Produktion dieses Filmes kostet viel Geld – und die Promotion kostet fast nochmal genauso viel, wenn nicht sogar noch mehr. Wir schöpfen also jede Möglichkeit aus“, betont der smarte 007-Darsteller, der durch den Wechsel auf Heineken nun auch auf den wohl berühmtesten Satz der Filmgeschichte – „Geschüttelt, nicht gerührt“ – verzichten muss. Tiefer gehenden Einfluss, so stellt Daniel Craig ebenfalls dar, habe das neue Getränk indess nicht. „Es wird viel Furore um das Bier gemacht, aber darum geht es im Film ja nicht – das verspreche ich euch. Wir haben keinen totalen Verrat begangen.“

Auf eine andere Sache hatte der James Bond-Darsteller hingegen jede Menge Einfluss, wie er selbst gesteht. Er zeichnet für Regisseur Sam Mendes verantwortlich. Angefangen hätte die ganze Geschichte ganz und gar untypisch, nämlich während eines privaten Gesprächs der beiden. „Ich wusste nicht, dass man nicht einfach auf Leute zugeht und sie fragt. Ich hatte ihn privat getroffen, fing an mit ihm zu plaudern und dann kam mir diese Idee“, erinnert er sich zurück. „Ich sagte: ‚Diese Frage steht mir eigentlich nicht zu, aber hättest du Interesse daran?‘ Dann traf er sich mit den Produzenten, sie verstanden sich prima und dann kam das eine zum anderen.“

James Bond treibt Daniel Craig an seine Grenzen

Seither ist einige Zeit vergangen und das Projekt „Skyfall“, das just zum Beginn der Dreharbeiten in Istanbul für einige Aufregung gesorgt hat, im vollen Gange. Der neue Film, so beschreibt Craig, treibe ihn jedoch an seine körperlichen Grenzen. „Wir finden uns um ungefähr sieben Uhr morgens ein, fangen um acht mit der Arbeit an und hören abends um halb neun auf. Dann gehe ich 40 Minuten ins Fitnessstudio und anschließend nach Hause ins Bett.“ Wie er sich danach fühle, das beschreibt er der Reporterin mit einem einzigen Wort „F**ked“ (ob das den heißesten Anwärter auf seine Nachfolge, Idris Elba, abschreckt? – mehr hier).

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