Aus dem Unterricht geflogen: Türkischer Schüler ersticht seinen Lehrer

Eine furchtbare Bluttat hat das Umland der Stadt Kütahya erschüttert. Ein Berufsschüler hat dort seinen Lehrer niedergestochen, weil dieser ihn nach seinem Zuspätkommen nicht mehr am Unterricht teilnehmen lassen wollte.

Der 18-jährige Tarık D., der in Kütahya die Technik- und Gewerbeschule besucht, kam am vergangenen Mittwochnachmittag, so berichten die türkischen Medien, zu spät in seine Klasse. Als ihm dann sein 37-jähriger Lehrer Hakan Gürhan nicht gestattete für den Rest der Unterrichtseinheit zu bleiben, brach ein heftiger Streit zwischen den beiden Männern los.

Wie Augenzeugen berichteten, stach Tarık im Zuge dieses Disputs seinen Lehrer nieder und flüchtete. Auf dem schnellsten Weg wurde Gürhan daraufh hin in das hiesige Dumlupınar Universitäts (DPÜ) Evliya Çelebi Forschungs- und Lehr-Krankenhaus gebracht. Derzeit, so heißt es weiter, befinde er sich in einem kritischen Zustand.

Jugendlicher Täter stellt sich der Polizei

Tarık konnte in der Zwischenzeit von der Polizei dingfest gemacht werden. Der Junge stellte sich noch am gleichen Tag der Dienststelle in Kütahya und wurde in Gewahrsam genommen (am gleichen Tag kam es in der südöstlichen Provinz Gaziantep zu einem Mord an einem Chirurgen durch einen 17-Jährigen – mehr hier).

Ende Januar dieses Jahres fand sich Kütahya wegen einer ganz anderen, kuriosen Geschichte in den Schlagzeilen. Im Rahmen einer neuen Statistik hatte die Stadt innerhalb eines Jahres 25.000 Männer weniger und 3.000 Frauen mehr. Politiker befürchten damals, das türkische Statistikamt nicht genau gearbeitet habe (die meisten führten das auf eine Umstellung bei den Meldeämtern zurück – mehr hier).

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