PKK kapern Hamburger Fähre „Elbmeile“

Mehrere PKK-Anhänger kaperten am Donnerstag eine Fähre am Hamburger Hafen mit 60 Passagieren an Bord. Es wurde niemand verletzt und die Wasserschutzpolizei konnte die Besetzung schon nach einer halben Stunde beenden.

Am Hamburger Hafen kaperten acht PKK-Anhänger eine Fähre. Die Wasserschutzpolizei habe die Aktion jedoch nach Angaben eines Polizeisprechers schnell beenden können. Die vier Frauen und fünf Männer brachten die „Elbmeile“ mit 60 Passagieren kurzzeitig in ihre Gewalt. Den Kapitän sollen sie dabei mit Gewalt auf den Boden gelegt haben (in Köln verübten PKK-Anhänger vor kurzer Zeit einen Anschlag auf eine türkische Redaktion – mehr hier).

Sie hätten ihn anschließend aufgefordert auf der Elbe zu bleiben und nicht wie geplant die Station Finkenwerder anzulaufen. Ob die Passagiere an Bord oder der Kapitän die Polizei verständigt haben, ist noch nicht geklärt. Kurz nach Eingang eines Notrufs sei allerdings, wie das Hamburger Abendblatt berichtet, die Elbe für 40 Minuten für den Schiffsverkehr gesperrt worden.

Über Lautsprecher habe eine Frau in gebrochenem Deutsch die Besetzung der Fähre durchgegeben. Die Aktivisten hätten dann Fahnen mit PKK-Führer Öcalan geschwenkt und Parolen gerufen (deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor der steigenden PKK-Gefahr in Deutschland – mehr hier). Rund eine halbe Stunde später intervenierte die Wasserschutzpolizei und holte alle 60 Passagiere von Bord. Unter ihnen wurde ein weiterer PKK-Anhänger entdeckt, der nicht wie die acht anderen auf die Brücke gegangen war. Anschließend haben sich die neun PKK-Anhänger widerstandslos ergeben. Der Staatsschutz ermittelt nun gegen sie.

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