Inzest-Skandal in Tokat: Soldat missbraucht seine eigenen Töchter

In der anatolischen Provinz Tokat hat sich offenbar ein wahrer Albtraum ereignet: Ein Unteroffizier und seine Ehefrau wurden verhaftet und beschuldigt, ihre beiden Töchter sexuell missbraucht zu haben.

Das Ganze kam heraus, nachdem ein Lehrer in Zile blaue Flecken am Körper seiner 16-jährigen Schülerin entdeckte. Das Mädchen wehrte zunächst jedoch ab und erklärte, dass ihr Vater sie schlagen würde. Dann gestand sie aber doch, dass sie und ihre ältere Schwester von ihren Eltern zu inzestiuösen Handlungen gezwungen würden (erst vor einem Monat flog eine sexuelle Beziehung zwischen Lehrer und Schülerin an einer religiösen Schule auf – mehr hier).

Polizei stellt umfangreiches Beweismaterial sicher

Sofort ergriff der Lehrer die Initiative und informierte die Schulverwaltung sowie die Justizbehörden, woraufhin die Polizei die Wohnung des Unteroffiziers durchsuchte. Die Beamten stellten dabei mehr als 100 CDs sicher, die Videos von ihm und seiner Ehefrau zeigten, wie sie sich an ihren beiden 16 und 19 Jahre alten Töchtern vergingen und sie zu äußerst gewalttätigem Sex zwangen. Daneben beschlagnahmte die Polizei zahlreiche Sex-Spielzeuge, Peitschen, sadomasochistische Magazine und Leder-Outfits als Beweismittel.

Laut türkischen Medienberichten, soll das Paar seine 19-jährige Tochter ganze sechs Jahre lang zum Sex gezwungen haben. Die jüngere Tochter musste sich drei Jahre lang fügen. Der mutmaßliche Täter, der in den Medien nur als V.B. bezeichnet wird, soll auch Tattoos mit den Namen seiner Töchter haben. Auch soll er die ältere der beiden Geschwister dazu gezwungen haben die Universität zu verlassen, die sie in einer anderen Stadt besucht hatte. Der Grund: Er „sehnte sich nach ihr“ (ein junges Mädchen, das von einem wesentlich älteren Geschäftsmann missbraucht wurde, sinnt nun auf Rache – mehr hier).

Mutmaßlicher Täter verweigert die Aussage

Während seines Verhörs durch die Staatsanwaltschaft vo Zile wies der Beschuldigte sämtliche Vorwürfe zurück und erklärte, er hätte sie „nur verprügelt“. Dann konfrontierten sie den Mann mit den gefundenen CDs. Darauf hin verweigerte er jede weitere Aussage. Redseliger zeigte sich hingegen seine Ehefrau H.B. Sie legte die inzestiuöse Beziehung en detail offen. Danach gefragt, warum sie das mitgemacht hätte, antwortete sie: „Ich fürchtete, er [VB] würde mich umbringen.“ Ein Gericht ließ das Paar mittlerweile ins Gefängnis überstellen. Die Anklage lautet auf „sexuellen Missbrauch von Kindern und Gewaltanwendung“. V.B. wurde ins Militärgefängnis von Sivas überstellt, während seine Frau ins Gefängnis von Zile gebracht wurde. Der Gouverneur von Tokat hat die beiden Mädchen unter staatlichen Schutz gestellt.

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