Geert Wilders in der Türkei: „Ich küsste den Boden als wäre ich der Papst“

Der rechtskonservative Politiker Geert Wilders, der immer wieder durch seine Islam und Türkei feindlichen Ansichten auffällt, hat nun gestanden, dass er in der Vergangenheit türkischen Boden geküsst habe. Das Ereignis liegt allerdings fast 20 Jahre zurück. Damals flüchtete Wilders aus dem Iran.

In seinem neuen Buch “Marked for Death: Islam’s War Against the West and Me” (Regnery/Gateway), das am 1. Mai in den Handel kommt, erinnert sich der rechtsextreme niederländische Politiker an seine Flucht aus dem Iran in die Türkei.

Wilders küsste den Boden „wie der Papst“

Diesen musste das ehemalige Mitglied der Parlamentsgruppe seiner alten Partei „Volksprtij voor Vrijheid en Democratie“ (VDD) 1994 nach Warnungen der iranischen Justiz wegen seiner Äußerungen über das Land und dessen Menschenrechtspolitik verlassen. Das Ministerium soll ihm seinerzeit nahegelegt haben, „vorsichtig“ zu reden. Als er dann in Istanbul eintraf, hätte sich, so Wilders, Folgendes zugetragen: „Sofort nach meiner Ankunft in der Türkei küsste ich den Boden als wäre ich der Papst.“

Noch vor nicht allzu langer Zeit initiierte Geert Wilders, mit Blick auf dessen offiziellen Besuch in den Niederlanden, eine Kampagne gegen den türkischen Präsidenten Abdullah Gül (er bezeichnete die Türkei als „islamistisches Regime“ und Gül solle bleiben, wo er sei – mehr hier). Gül zeigte sich davon unbeeindruckt. Er wandte sich direkt an die niederländischen Bürger und forderte sie auf, sich für Wilders „nicht zu schämen“. „Diese Art von Person existiert in jedem Land“, so Gül (ein Parteifreund Wilders forderte Ende letzten Jahres dazu auf, die NATO-Mitgliedschaft der Türkei zu überdenken – mehr hier).

Mehr zum Thema:

Prognose von Wilders’ Parteifreund: „In der Türkei wird die Scharia herrschen“
Niederlande: An Geert Wilders führt kein Weg mehr vorbei
Niederlande: Jetzt kommt auch hier das Burka-Verbot!

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.