Liam Neeson: Der Actionheld von heute zeigt viel mehr Gefühl

Die türkische Metropole Istanbul und der Islam haben Liam Neeson nachhaltig beeindruckt. Der 59-jährige Schauspieler dachte nach einem Arbeitsaufenthalt in Istanbul sogar ernsthaft darüber nach zu konvertieren. Jetzt, nur wenige Wochen später, begeistert er in Berlin. Hier stellt er aber nicht nur seine beiden Filme „The Grey“ und „Battleship“ vor, sondern gibt auch interessante Einblicke in ein sich wandelndes Genre.

Locker und gelöst empfängt Liam Neeson die Journalisten im Berliner Hotel Adlon. Es ist so ganz anders als die Erfahrungen, die er während eines Arbeitsaufenthaltes in der Türkei gesammelt hat. “Fünfmal am Tag rufen sie zum Gebet. In der ersten Woche macht dich das verrückt. Dann geht es auch dir in Fleisch und Blut über und wird zur schönsten, schönsten Sache”, beschreibt der Star aus “Schindlers Liste” damals seine Eindrücke (vor allem die unzähligen Moscheen begeisterten ihn sehr – mehr hier). Jetzt sitzt er hier, in der deutschen Hauptstadt, einem Ort, den er schon aus vielen Besuchen kennt. Ein Kontrast wie er größer nicht sein könnte. Und dennoch: Der Ire genießt es sehr.

Gleich mit mehreren Filmen ist Liam Neeson derzeit auf Tour. Dabei könnten „Battleship“ und „The Grey“, wie er selbst sagt, unterschiedlicher nicht sein. Während die Angelegenheit im Fall von „Battleship“, der derzeit auf Platz eins der Kino-Charts liegt, schnell „im Kasten“ war, traf er bei „The Grey“, wo er unter der Regie von Regisseur Joe Carnahan die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes vor Wolfsattacken rettet, während des achtwöchigen Drehs auf völlig andere Bedingungen: „Es war die bittere Kälte, die mir zu schaffen machte. Die ewigen Lauferei, da haben mir die Beine wehgetan, es war schmerzhaft. Da haben wir im eiskalten Kanada bei minus 45 Grad gedreht. Es war hart an der Grenze. Das war die größte Herausforderung.“

Doch trotz der ungemütlichen Zustände, die nach wie vor am Set eines Actionfilms herrschen, hätte sich das Bild des Actionhelden stark gewandelt: „Die Tage der Muskel-Action-Helden sind zum Glück gezählt“, fasst er den Richtungswechsel in Hollywood zusammen. „Der moderne Held von heute ist eher gebrochen und zeigt viel mehr Gefühl. Das hat auch mit dem veränderten Männerbild zu tun.“ Ein neues Bild, das er übrigens auch im Privaten pflegt. Seit dem Tod seiner Frau Natasha Richardson im Jahr 2009 ist Neeson alleinerziehender Vater zweier Söhne. Diese beiden, so betont er, hätten immer Vorrang.

Kurz vor seinem 60. Geburtstag ist Liam Neeson derzeit also gleich in vier Actionfilmen zu sehen. Neben „The Grey – Unter Wölfen“ und „Battleship“ spielt er auch noch in „Zorn der Titanen“ – sowie der 3D-Wiederaufführung von „Star Wars: Episode I“ mit. Ein Umstand, den er sich selbst nicht hätte träumen lassen.

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