Happy End in Freiheit: Syrische Flüchtlinge heiraten türkische Brüder

Während die blutigen Attacken auf die syrische Zivilbevölkerung unter dem Regime von Bashar al Assad kein Ende zu nehmen scheinen und erneut Tausende in der angrenzenden Türkei Zuflucht suchen, hat sich inmitten all des Leids ein kleiner Hoffnungsfunke ereignet.

Zwei syrische Schwestern, die ob der anhaltenden Unruhen wie viele andere auch Schutz in der Türkei suchten, haben ausgerechnet in der Fremde ihr großes Glück gefunden. Beide haben nun in der südtürkischen Provinz Hatay zwei türkische Brüder geheiratet.

Bereits vor einiger Zeit, so berichten die türkischen Medien, wäre die syrische Familie Deli, die eigentlich in Jisr ash-Shugur zuhause ist, in ein Flüchtlingslager im Distrikt Reyhanlı gekommen. Später wurde sie in eine Plattenbausiedlung in der Provinz Kilis gebracht. Jetzt zog es die beiden Schwestern Semire und Hale Deli jedoch zurück nach Hatay. Denn dort, in der bescheidenen Zeltstadt hatten sie die beiden Brüder  Hamit und Mahmut İr kennen und lieben gelernt.

Ehepartner lernen sich in der Flüchtlingszeltstadt kennen

An der Hochzeitszeremonie, die am vergangenen Sonntag in Hatay stattfand, nahmen Tausende Menschen teil. Gemeinsam wurde sich für die Paare, die auch weiterhin in der Region leben wollen, gefreut, getanzt und gelacht. „Ich habe meine Frau kennen gelernt als sie noch in der Zeltstadt lebte. Später wurde sie mit ihrer Familie nach Kilis gebracht“, erinnert sich Mahmut İri zurück. Er fasste sich ein Herz und reiste seiner Liebe hinterher, um bei der Familie um die Hand der Tochter anzuhalten. „Jetzt sind wir verheiratet und ich könnte glücklicher nicht sein.“

Bundesrepublik lehnt militärisches Eingreifen ab

Wie Zehntausende Mitbürger wurde auch die Familie Deli Zeuge der schlimmsten Greueltaten des Assad-Regimes. Mittlerweile haben die Unruhen im türkischen Nachbarstaat nach Angaben der UN gut 9000 Menschen das Leben gekostet (US-Professor Slaughtler will, dass die Türkei entschiedener handelt – mehr hier).

Nun sollen 300 unbewaffnete Militärbeobachter ins Land, um die Waffenruhe zu überwachen. Während die Bundesrepublik darauf setzt, den Frieden durch eine Erhöhung des Drucks auf Syrien zu erreichen und den Einsatz von Gewalt zur Einhaltung des Friedensplans ablehnt, fordert die USA mittlerweile eine schärfere Gangart. US-Außenministerin Hillary Clinton brachte nun eine Resolution des Weltsicherheitsrates nach Kapitel VII der Uno-Charta ins Spiel, die notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden könnte (ein deutscher Fotograf macht die Tatenlosigkeit des Westens für die Radikalisierung der Bevölkerung verantwortlich – mehr hier).

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