Nach „In the Land of Blood and Honey“: Angelina Jolie soll Ehrenbürgerin von Sarajevo werden

Nicht überall kam ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" gut an. Während Angelina Jolie an einem Ort gefeiert wurde, wollte an anderer Stelle niemand ihren Film sehen. In der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt Sarajevo schlägt man sich auf die Seite des Applaus. Dort soll die sechsfache Mutter zur Ehrenbürgerin ernannt werden.

In Sarajevo ist man der Ansicht, dass die Schauspielerin mit „In the Land of Blood and Honey“ einen ganz wesentlichen Beitrag – nicht nur für das internationale Kino – geschaffen hat. In einer Parlamentssitzung am vergangenen Montag stellten die Vertreter des Bezirks Sarajevo fest, dass es Angelina Jolie mit ihrem Film absolut gelungen sei  die Welt auf die Misere des Bosnienkrieges aufmerksam zu machen (dabei gab es auch Gerüchte, dass sie „geklaut“ hätte – mehr hier).

Ehrenbürgerschaften werden am 3. Mai im Parlament verliehen

Die Konsequenz: Die Regierung des Landes will der 36-Jährigen „für ihren Beitrag zur Wahrung der Wahrheit über den Krieg in Sarajevo und in Bosnien-Herzegowina“ Tribut zollen. Das berichtete ein Insider des Magazins „Us Weekly“.  Demnach soll ihre „Hingabe zur Wahrung der Prinzipien von Menschlichkeit, Demokratie, Toleranz und Solidarität unter Menschen verschiedener ethnischer, religiöser und kultureller Hintergründe“ geehrt und sie bereits am 3. Mai die Ehrenbürgerschaften im Parlament erhalten.

Noch hat Angelina Jolie, die erst kürzlich ihr Engagement für die Vereinten Nationen verstärkt hat und nun als UN-Sonderbotschafterin für Flüchtlinge zusätzliche Aufgaben übernimmt, nicht auf die freudige Nachricht aus der Ferne reagiert. Doch über eine weitere Auszeichnung aus Sarajevo dürfte sich die vielbeschäftigte Schauspielerin sicherlich freuen. Bereits 2011 erhielt sie beim Filmfestival der Stadt den „Heart of Sarajevo-Award“ (auch in der Türkei wurde sie mit Jubelstürmen empfangen – mehr hier). Damals brach sie in Tränen aus und schwärmte, wie sehr sie das Land schätze. Zu jener Zeit erklärte sie: „Ich liebe dieses Land. Ich fange an zu weinen, wenn ihr nicht aufhört. Der Film war eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf die Situation zu lenken, die schon vor so langer Zeit entstand. Ich hoffe, dass er mehr Aufmerksamkeit und mehr Dialog mit sich bringt, um die Leute daran zu erinnern, was jeder hier durchgemacht hat. Ich habe das letzte Jahr mit wundervollen Menschen dieses Landes verbracht. Ich habe nie zuvor mit einer so disziplinierten und talentierten Crew gearbeitet.“

Mehr zum Thema:

Radio-Moderator zur “Kony 2012″ Bewegung: Eigentlich sollte Angelina Jolie in den Knast!
Angelina Jolie: Morddrohungen wegen Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“
Angelina Jolie: Brad Pitt ist ihr einziger Freund

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.