Französische „Genozid“ Karikatur: Türkische Eltern sollen „Ball flach halten“

Die französische Schule, in der kürzlich das Zeigen einer "Genozid"-Karikatur für Unmut unter türkischen Schülern sorgte, hat sich nun auch an deren Eltern gewandt. Diese sollten in dieser Situation den "Ball flach halten".

Wie die Nachrichtenagentur Anatolian berichtet, sei es nun zu einem Treffen zwischen den Eltern der beiden türkischen Buben und der Schulleitung gekommen. Daneben sei auch der von diesen eingeschaltete Integrationsverein COJEP anwesend gewesen (an die Organisation hatten sie sich gewandt, nachdem ihre Jungen über die Aktion des Lehrers sichtlich geschockt gewesen waren – mehr hier).

Die Schulvertreter forderten die Eltern im Zuge des Gesprächs auf, darin „keine böse Absicht sehen“ und vermuteten, dass die Krise schlicht durch die Unerfahrenheit der zuständigen Lehrkraft ausgelöst worden sei, der der Klasse die streitbare „Genozid“-Karikatur vorgelegt hätte.

Lehrer soll Karikatur aus dem Internet gezogen haben

Weiterhin erklärte die Schule, dass die Kariaktur in keinen Unterrichtsmaterialien für diese Klasse zu finden sei. Vielmehr müsse der Lehrer, laut jetzigem Kenntnisstand, das Bild aus dem Internet gefischt, unter den Schülern verbreitet und dann zu einer entsprechenden Interpretation „Warum die Türkei nicht der EU beitreten kann“ aufgefordert haben, so ein COJEP-Vertreter gegenüber der Presse (in der Genozid-Debatte hat der französische Botschafter die Türkei verteidigt – mehr hier).

Die Kariaktur zeigt einen Türken bei dem Versuch einen Berg hinaus zu steigen, auf dem eine Europaflagge weht. Doch sein riesiger Korb auf dem Rücken, der mit unzähligen Totenköpfen bestückt ist, lässt das nicht zu. Betitelt ist die Szenerie mit den Worten „Armenian Genocide“.
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