Diyarbakır: Frauenzentrum mit Molotow-Cocktails attackiert

In der vergangenen Nacht wurde ein Frauenzentrum in der südöstlichen Provinz Diyarbakir angegriffen. Bisher unbekannte Täter bewarfen das Gebäude mit Sprengstoff und Molotow-Cocktails.

Wie Gouverneur Mustafa Toprak gegenüber den türkischen Medien mitteilte, sei der Anschlag von fünf bisher nicht identifizierten Tätern ausgeführt worden. Alle hätten während der Tat Masken getragen. Insgesamt sei das Frauenzentrum mit zehn Molotow-Cocktails, drei hausgemachten Sprengstoffen sowie Feuerwerkskörpern attackiert worden. Niemand wurde bei dem Angriff getötet, aber das Gebäude wurde schwer beschädigt (Istanbul ist mittlerweile ein gefährlicheres Pflaster für Frauen als Anatolien – mehr hier)

Gouverneur Mustafa Toprak verurteilt Attacke scharf

Gegenüber der Presse bezeichnete Toprak den Angriff als „klarste Form der Gewalt gegen Frauen und Kinder“ (viele Lehrbücher in der Türkei sind jedoch immer noch frauenfeindlich – mehr hier). „Dieses Zentrum“, so führte er weiter aus, „bietet Kurse für Frauen und Kinder, die es ihnen ermöglicht, ihr Leben zu leben und einem Beruf nachzugehen.“ (erst kürzlich betonte Arzuhan Doğan Yalçındağ, Präsidentin der Doğan TV Holding, dass sozialer Status und Bildung Hand in Hand gingen – mehr hier).

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