Finanzminister Şimşek: „Kurzfristig können wir nichts gegen das Leistungsbilanzdefizit tun“

Das Leistungsbilanzdefizit und die im Vergleich zu anderen Ländern so niedrige Sparquote sind die größten wirtschaftlichen Probleme der Türkei, erklärt Finanzminister Şimşek. Gerade den hohen Importbedarf könne man nur langfristig entscheidend senken.

Die Türkei muss in jedem Fall weiter an der Senkung des Leistungsbilanzdefizits arbeiten. Nach wie vor sei das die größte wirtschaftliche Herausforderung für die Türkei, erklärte der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek auf dem Türkisch-Britischen Arbeitsforum. Neben dem Leistungsbilanzdefizit sei die niedrige Sparquote ein großes Problem (mehr hier). Diese liegt nur bei 13 Prozent.

Finanzminister Mehmet Şimşek beschreibt die wirtschaftlichen Herausforderungen der Türkei. (Foto:flickr/East Capital)

Finanzminister Mehmet Şimşek beschreibt die wirtschaftlichen Herausforderungen der Türkei. (Foto:flickr/East Capital)

Einen großen Anteil am hohen Leistungsbilanzdefizit habe der hohe Energieimport. „Wenn wir die Energieimporte abziehen, ist das Leistungsbilanzdefizit nicht mehr sehr hoch. Aber das ist nicht möglich. Auch das ist Teil der Wahrheit“, so Şimşek. Die Regierung arbeite zwar daran, das Defizit zu senken, doch kurzfristig gäbe es noch viele Risiken wie die steigenden Benzinpreise, geopolitische Probleme sowie die Eurokrise.

Kurzfristig gäbe es gar keine Möglichkeit alle Probleme aus dem Weg zu räumen, außer den Importbedarf zu drosseln. Langfristig setzt die Türkei auf eigene Energien, durch Atomanlagen (mehr hier).

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