„Leader of 21st Century“: Türkischer Außenminister wird in Sarajevo ausgezeichnet

Große Ehre für Ahmet Davutoğlu: Wie die Internationale Humanistenliga (ILH) mitteilt, soll der türkische Außenminister bereits am kommenden Freitag, den 4. Mai, die Auszeichnung "Führer des 21. Jahrhunderts" verliehen bekommen.

Die Liga, die aus bosnischen, serbischen und kroatischen Intellektuellen besteht und ihren Sitz in Sarajevo hat, wird Davutoğlu den Preis im Rahmen seiner Visite am 3. und 4. Mai in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina überreichen.

Auch Papst Johannes Paul II. schon von ILH ausgezeichnet

Wie der Generalsekretär der Internationale Humanistenliga, die von Nobelpreisträger Philip Noel-Baker begründet wurde, gegenüber der Nachrichtenagentur Anatolia erklärte, erhält Ahmet Davutoğlu die Auszeichnung für seine Beiträge zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern des Balkans. „Mit dem Award, dem wir ihm überreichen, sagen wir Herrn Davutoğlu Dankeschön für seine Verdienste um Frieden und Stabilität auf dem Balkan“, so Zdravko Surlan (erst kürzlich verglich Davutoğlu Assad mit Kriegsverbrecher Milosevic – mehr hier). Unter den Preisträgern der letzte Jahre befanden sich unter anderem auch Papst Johannes Paul II., der Sarajevo nach dem Krieg besucht hat, und der ehemalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Juan Antonio Samaranch, der im Jahr 2010 verstarb.

Die ILH wurde im Jahr 1974 bei einem Treffen im Inter-Universitäts-Zentrum (IUC) in Dubrovnik, Kroatien gegründet. Ihre Gründer galten als bemerkenswerte Friedensstifter und Humanisten der damaligen Zeit: Linus Pauling, Iwan Supe, Aurelio Peccei, Sophia Wadia und Philip Noel-Baker. Der erste internationale Kongress der ILH fand 1976 in Philadelphia statt. Derzeit steht die Liga unter dem Vorsitz von Dr. Sonja Stiegelbauer.

„Friedensexperiment“ der ILH soll global wirken

Helmut Moritz, der das Amt des ILH-Präsidenten 1998 übernahm, schreibt über den Sinn und Zweck der Liga: „Sie ist historisch aus der Pugwash-Bewegung entstanden und greift daher auf Einsteins Gedanken zurück, ist aber jetzt von Pugwash völlig unabhängig. Die humanistische Ausrichtung stammt von Ivan Supek.“ Zunächst in Philadelphia ansässig, beschloss man 1998 den Hauptsitz der Liga nach Sarajevo zu verlegen, mitten, wie er sagt, ins „Auge des Orkans“. „Von dort aus“, erinnert sich der Professor für Physikalische Geodäsie, „sollten das ‚Friedensexperiment‘ der ILH auf Bosnien, über ganz Südosteuropa und darüber hinaus global wirken.“

Die Internationale Humanistenliga werde, so Moritz weiter, von Bosniern als „ihre eigene Organisation“ betrachtet und fast ausschließlich von Bosniern, auch finanziell, getragen. Damit stehe die ILH in Ergänzung zu ausländischen Institutionen, die sehr verdienstvoll in Bosnien und Herzegovina arbeiten.

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