Royal Bank of Scotland: Standard & Poor’s Türkei-Rating war falsch

Ministerpräsident Erdoğan hatte die Herabstufung des Ausblicks der Türkei von positiv auf stabil entschieden abgelehnt. Nun bekommt er Rückendeckung von Timothy Ash, Marktstratege der Royal Bank of Scotland. Auch er glaubt, die Türkei müsse von den Ratingagenturen viel besser eingeschätzt werden als bisher.

Timothy Ash, Marktstratege der Royal Bank of Scotland (RBS) erklärte am Freitag, die Reaktion des türkischen Ministerpräsident Erdoğan auf die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor’s, den Ausblick der Türkei von positiv auf stabil zu korrigieren, sei berechtigt gewesen (mehr hier). Er bescheinigte der Türkei eine hohe Kreditwürdigkeit.

Trotz anders lautender Prognosen habe die Türkei seit 2001 zudem wirtschaftlich enorm aufgeholt und das auch in Krisenzeiten. Für internationale Märkte sei das Land sehr attraktiv für Investitionen. Erdoğan zeigte sich nach der Herabstufung erbost über die Entscheidung und erklärte, dahinter würden politische Gründe stecken (mehr hier).

„Die Ratingangenturen setzen zu viel Wert auf externe Finanzrisiken“, so Ash. Sie müssten in ihre Einschätzung dagegen viel mehr den Willen der Türkei miteinbeziehen. Die Türkei hätte bewiesen, dass sie auch in schlechten Zeiten Rückzahlungen tätige. Die Märkte, so Ash weiter, „haben viel Sympathie für Erdoğan und die Türkei“.

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