Ruf nach höheren Steuern: Hollywood-Star Will Smith steht hinter US-Präsident Barack Obama

So wie es aussieht, unterstützt einer der größten und bestbezahltesten Hollywood-Stars den Ruf von Präsident Barack Obama in den USA höhere Steuern für Spitzenverdiener einzuführen. Will Smith ist übrigens nicht der erste, auf den Obama zählen kann.

Die Sympathie Will Smith‘ für die Pläne von Barack Obama wurde erst vergangene Woche im Zuge seiner Promotiontour für seinen neuen Film „Men in Black III“ bekannt. In einem Interview erklärte der Schauspieler und Rapper: „Ich unterstütze diese Idee sehr. Amerika war fantastisch zu mir. Ich habe kein Problem damit zu bezahlen, was auch immer ich bezahlen muss, damit mein Land weiter wächst.“

Will Smith: 20 Millionen Dollar für „Men In Black III“

Schon vor einiger Zeit hat der US-Präsident vorgeschlagen, dass jeder US-Bürger, der mehr als eine Million Dollar im Jahr verdient, mindestens 30 Prozent seines Einkommens an Steuern zahlen sollte. Laut Angaben einer entsprechenden Arbeitsgruppe würde diese Regelung gut 210,000 amerikanische Steuerzahler betreffen. Eben Leute, wie Will Smith. Denn wie Vanity Fair berichtete, wurde Smith für seinen aktuellen Film königlich entlohnt. Er soll schätzungsweise 20 Millionen Dollar für „Men In Black III“ erhalten haben.

Bereits Anfang Dezember 2011 wurden ähnliche Töne aus der Musikbranche laut. Damals meldete sich Hip Hop-Mogul Jay-Z zu Wort und erklärte sich solidarisch, wenn es tatsächlich zu einer Steuer für Einkommensmillionäre kommen sollte. “Ich hätte nichts dagegen, mehr Steuern zu zahlen, wenn sie dann für die Dinge ausgegeben würden, die wirklich wichtig sind. Wenn es um Bildung ginge, um Menschen [in] Armut, wenn es also um die richtigen Dinge ginge”, so der Ehemann von Souldiva Beyoncé Knowles, dessen Reinvermögen derzeit auf eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt wird, in einem Interview mit “CNNMoney” (er forderte jedoch, dass klar definiert sei, wohin die Gelder fließen würden – mehr hier).

Buffett schlägt Steuersatz von mindestens 30 Prozent vor

Und auch Jay-Z war nicht der Erste: Angesichts der staatlichen Haushaltsprobleme hatte der legendäre US-Investor Warren Buffett die Politiker des Landes bereits im vorangegangenen August zu Steuererhöhungen für Großverdiener aufgefordert und so den Stein rund um die 30 Prozent-Marke ins Rollen gebracht. „Während die Armen und die Mittelschicht für uns in Afghanistan kämpfen und zahlreiche Amerikaner sich bemühen müssen, mit ihren Mitteln auszukommen, profitieren wir Megareiche weiterhin von außergewöhnlichen Steuervorteilen“, so Buffett in einem Beitrag für die „New York Times“. Während er selbst im Jahr 2010 nur 17,4 Prozent seines Einkommens habe abführen müssen, hätte es andere weitaus härter getroffen. So hätten die Steuersätze von 20 Angestellten seines Büros zwischen 33 und 41 Prozent betragen. Befürchtungen der Gegner, höhere Steuern könnten das Wachstum der Wirtschaft oder die Entwicklung am Arbeitsmarkt gefährden, widerlegte Buffet mit einem Verweis auf die Situation in den 80er Jahren.

Bei der Präsentation des Haushalts 2013 im vergangenen Februar kritisierte auch Barack Obama: „Ein Viertel aller Millionäre zahlt eine geringere Steuerrate als Millionen Haushalte der Mittelschicht.“ Viele US Millionäre zahlten kaum oder gar keine Steuern. Doch könnte die so genannte „Buffett-Steuer“ Abhilfe schaffen? Nach Schätzungen des US-Kongress vom vergangenen März würde sie lediglich für Mehreinahmen von 47 Milliarden US-Dollar über die nächsten elf Jahre sorgen. Darüber hinaus würde die Steuer gerade einmal 0,3 Prozent der Steuerzahler in den USA betreffen.

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