Luxus-Hotels in der Türkei: Jetzt will auch Dr. Oetker einsteigen

Nicht erst seit gestern gilt die Türkei als ein attraktiver Markt für Luxus-Hotel-Ketten. Nach Jumeirah, Missoni, Rotana und Viceroy gibt es nun auch Interesse aus Deutschland. Der Lebensmittelriese Dr. Oetker plant sein erstes Hotel in der Türkei zu eröffnen.

Als so genannter „in spot“ für Luxusgüter wie Kleidung, Autos und Accessories ist die Türkei schon seit langem bekannt. Doch nun, so prognostiziert die türkische Zeitung „Sabah“, sehe es so aus, als ob das Land auch in Sachen Luxus-Tourismus ganz vorne mitmischen werde. Namhafte Häuser aus dem Luxus-Hotel-Segment, die Zimmer für mehrere Tausend Dollar die Nacht anbieten, stünden mittlerweile Schlange, um ein Stück vom türkischen Kuchen abzubekommen.

Nach Dubais bekannter Luxuskette Rotana, Jumeirah und Viceroy, aber auch der beim internationalen Jetset äußerst beliebten Kette Missoni Hotel, hätte nun eine weitere Marke aus dem Hochpreis-Angebot die Türkei auf dem Radar. So soll nun auch der deutsche Konzern Dr. Oetker seine Fühler ausstrecken und Interesse an einigen Gebieten und Finanzmöglichkeiten gezeigt haben, um sein erstes Hotel überhaupt in der Türkei aus dem Boden zu stampfen.

OHC: Investements in Türkei, Katar, Oman und Libanon

Oetker hat sich mit einer ganzen Reihe von Luxus-Hotels – pro Gast stehen dort zwei Mitarbeiter zur Verfügung – an zentralen Destinationen von Paris bis Marrakesch bereits einen Namen gemacht. Jetzt, so erklärt Frank Marrenbach, CEO der Oetker Hotel Collection (OHC), würde man sich stark für die Türkei interessieren. Demnach sollen insgesamt zehn Hotels in der Region geplant sein. Neben der Türkei, denke man über Investments in Katar, Oman und im Libanon nach. Auf dieses Gebiet, so der CEO wolle man sich konzentrieren.

Erst in der vergangenen Woche gab die Viceroy Hotelgruppe bekannt, dass man bereits Ende 2013 ein Fünf-Sterne-Haus auf einem 16 Hektar großen Stück Land mit Blick auf den Bosporus eröffnen wolle. Missoni Hotel hingegen erklärten, sich verstärkt in Antalya engagieren zu wollen. Die erste Megafirma, die in diesem Jahr auf den türkischen Markt kam, ist Jumeirah. Sie befindet sich im Besitz des Staatsoberhauptes von Dubai, Muhammed bin Raschid Al Maktum. Jumeirah übernahm den Betrieb des Demet Sabancı Çetindoğan Pera Palas. Es folgte die Rotana Gruppe, die vier Marken und 70 Hotels vereint. Erst vor einigen Tagen wurde der Deal für ein 300-Betten-Rhassos-Hotel in Iskenderun unterschrieben.

Hilton plant binnen drei Jahren zahlreiche Eröffnungen

Den Trend erkannt haben die Hilton Manager bereits im vergangenen Jahr. “Wir entwickeln uns schnell und wir glauben, dass es dort in allen Segmenten von Luxus bis Wirtschaft Möglichkeiten gibt”, so Mike Collini, Vizepräsident der Hilton Bauprojekte, im September 2011. Damals eröffnete Hilton bereits das 18. Hotel allein in Istanbul (vor allem Arabische Touristen haben die Stadt für sich entdeckt – mehr hier). Er kündigte an, dass Hilton jedoch weiter expandieren und bereits an der Planung einer ganzen Reihe von Hotels sei, die binnen drei Jahren eröffnet werden sollten (das Tourismus-Segment wächst in der Türkei viel schneller als in Europa – mehr hier).

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