Meisterschaft für Galatasaray: 47 Fenerbahçe Fans nach Ausschreitungen verhaftet

Die Bilder, die sich nach dem Meisterschaftsspiel zwischen Galatasaray und Fenerbahçe abgespielt haben, werden den türkischen Fans wahrscheinlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Im Fenerbahçe-Stadion spielten sich kriegsähnliche Szenen ab. Nicht wenige brachten die Unruhen sogar ins Gefängnis.

Wie die türkische Presse zwei Tage nach den schweren Ausschreitungen rund um den Meisterschaftstitel für Galatasaray mitteilt, hätte die türkische Polizei nach dem Spiel am vergangenen Samstagabend insgesamt 47 Personen landesweit festnehmen müssen.

Um der Lage im Stadion selbst Herr zu werden (die Galatasaray-Fans mussten das Spiel aus Sicherheitsgründen am heimischen Fernseher verfolgen – mehr hier), setzten die Beamten Tränengas ein. Insgesamt wurden bei der Eskalation 36 Menschen verletzt. Daneben gab es auch schwere Materialschäden. Die Bilanz der türkischen Polizei beinhaltet neun demolierte Einsatzfahrzeuge. Daneben wurden sechs Krankenwägen beschädigt.

Polizei sichtet Videomaterial der Ausschreitungen

Während die Wunden der Verletzten heilen und am Blech geschraubt wird, haben nun gleich mehrere Einheiten der Istanbuler Polizei damit begonnen das Videomaterial der Zusammenstöße zu sichten, das in und um das Fenerbahçe Şükrü Saraçoğlu Stadion aufgezeichnet wurde.

Gewalttätige Vorfälle gab es übrigens nicht nur in Istanbul, sondern auch in zahlreichen anderen türkischen Städten. In der Provinz İzmit sah sich die Polizei gezwungen insgesamt zwölf Personen festzunehmen. Daneben kamen zwölf Menschen bei Kämpfen zwischen den Fans der beiden Fußball-Mannschafen in Kayseri zu Schaden. Im Bezirk Görele in der Provinz Giresun gab es sogar einen Todesfall. Ein 40-Jähriger starb, als Galatasaray-Fans während ihrer Meisterschafts-Feierlichkeiten in die Luft schossen.

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