Die „Desperate Housewives“ sind Geschichte: Schauspieler zwischen Wehmut und Zukunftsplänen

Der letzte Vorhang ist gefallen. Die „Desperate Housewives“ sind endgültig aus der Wisteria Lane ausgezogen. Nach acht Staffeln und gut 200 Folgen ist es jetzt Zeit nach vorne zu blicken. Ohne Wehmut gelingt das nicht allen Mitgliedern des Ensembles.

Ein Glück für die deutschen Fans von „Desperate Housewives“: Bis zum „bitteren“ Serienende ist es hierzulande noch eine Weile hin. In den USA wurden die Taschentücher allerdings bereits im Kollektiv gezückt und der Kleinstadt-Parodie gebührend „Leb‘ wohl!“ gesagt.

Marcia Cross wäre gerne noch in der Wisteria Lane geblieben

Am Set zwischen Beet-Blumen und weißen Gartenzäunen ist nun Ruhe eingekehrt. Doch sind die Stars überhaupt bereit zu gehen? Von den Fans ganz zu schweigen. Für Eva Longoria und Ricardo Chavira ist das Aus der „Desperate Housewives“ jedenfalls genau so gewesen, wie sie es gewollt hätten. „Nicht, dass wir dankbar sind“, so Eva Longoria. Doch sie liebe die Art, wie sich die Hauptdarsteller am Ende auf neue Wege machen würden. „Zu gehen, während die Leute immer noch mehr wollen. Das ist so ein altes Theater-Ding und ich denke, es ist eine tolle Sache, was sie da tun“, ergänzt auch Chavira. Marcia Cross ergeht es übrigens ähnlich. Auch sie fühle, dass es Zeit sei zu gehen. Das bedeute zwar nicht, dass es das Ganze einfacher machen würde, so die schöne Rothaarige. Vielmehr fühle es sich für sie regelrecht „bittersüß“ an. Wenn man sie gefragt hätte, ob sie noch ein Jahr hätte bleiben wollen – sie wäre sich sicher gewesen und hätte sofort Ja gesagt. Auch wenn sie wüsste, dass jetzt eigentlich der richtige Zeitpunkt gekommen sei. (Gerüchte um einen Kinofilm verdichteten sich nicht – mehr hier)

Las Vegas, Broadway oder TV – es gibt neue Pläne

Während diese Drei ihren Frieden gemacht zu haben scheinen, sieht das bei einigen Kollegen jedoch ganz anders aus. „Seit 30 Jahren ist es mein Traumjob Schauspieler zu sein“, erklärt etwa Doug Savant. „Ich liebe Felicity (Huffman), wir lieben es zusammen zu arbeiten. Es gibt nichts, was uns daran nicht gefällt. Es tut mir weh nun das Ende zu sehen.“ Doch obschon es auch Traurigkeit gibt, schaut keiner der Stars wirklich zurück. Mit den „Desperate Housewives“ hätten sie die „Zeit ihres Lebens“ gehabt und wollen jetzt mehr. „Das komische ist, ich glaube, ich habe noch nicht einmal die Spitze dessen erreicht, was ich als Schauspielerin, als Mensch als Philanthrop kann“, ist zum Beispiel Longoria überzeugt. „Ich glaube, diese Show hat die Bühne für mich bereitet.“ (schon seit längerem gibt es auch eine türkische Version – mehr hier)

Einige haben übrigens gar schon ziemlich konkrete Pläne. So verrät Vanessa Williams: „Ich bin glücklich meine Show in Las Vegas singen zu können. Ich kann auch an den Broadway gehen, um dort eine Show zu machen.“ Sie ist sich bewusst, dass ihre Zeit für solche Engagements begrenzt ist und behält sich die Option offen, auch wieder im Fernsehen aktiv zu werden. „Ich bin so neugierig darauf, was als nächstes kommt“, zeigt sie sich zuversichtlich. Und wer weiß, vielleicht hat auch ABC schon neue Pläne. Immerhin: 2005 und 2006 räumte das von Marc Cherry erschaffene und in den ABC Studios produzierte Format einen Golden Globe Award für die beste TV-Serie ab. Mittlerweile werden die Geschichten der Vorstadt-Damen in 200 Ländern weltweit ausgestrahlt und gehört zu einer der beliebtesten Serien der jüngeren Fernsehgeschichte.

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