Erdrutsch am Wasserkraftwerk: Vier türkische Arbeiter sterben

Vier Tote und ein Verletzter: Das ist die verheerende Zwischen-Bilanz eines Unglücks, das sich an diesem Dienstag in der nordtürkischen Provinz Giresun ereignet hat. Auf der Baustelle eines Wasserkraftwerks im Distrikt Dereli ist eine Stützmauer zusammengebrochen.

Das Unglück ereignete sich, so berichten derzeit die türkischen Medien, gegen 13 Uhr am Nachmittag. Dabei kamen die Arbeiter Mustafa Yiğit, Kenan Özdemir, Kerem Erdem und Eren Erdem ums Leben, nachdem sie von den Trümmern begraben wurden. Ihr Kollege Zafer Kırlak überlebte den Zwischenfall mit schweren Verletzungen und wurde umgehend ins nächste Krankenhaus gebracht.

Angeblich weitere Arbeiter unter Erdmassen verschüttet

Laut Angaben des Bürgermeisters von Dereli, Zeki Şenlikoğlu, war ein Erdrutsch schuld daran, dass die Stützmauer zusammensackte. Er erklärte: „Der Erdrutsch ereignete sich an der Stelle, die ausgehoben wurde, um Wasser-Kapillaren zu installieren. Tauwasser hat den Boden aufgeweicht. Wir wissen nicht, ob es ein Unfall oder mangelnde Vorsicht war, aber es ist passiert.“ Wie die Medien weiter berichten, sollen angeblich noch weitere Arbeiter unter den Erdmassen verschüttet sein. Rettungskräfte und Krankenwägen sind mittlerweile am Unglücksort eingetroffen.

Der Cousin eines Verstorbenen, Şener Yiğit, der ebenfalls dort arbeitet, hat bereits eine Theorie. Gegenüber der Presse äußerte er die Meinung, dass es zu dem Erdrutsch gekommen war, weil ein Haus unweit der Baustelle, nicht geräumt wurde.

Erst vor gut einem Monat hatte sich im nordtürkischen Bezirk Caycuma in Folge eines Erdrutsches ebenfalls ein schweres Unglück ereignet. Dabei war eine Brücke, die über den Fluss Filyos führte, ist in sich zusammengestürzt und hatte sowohl einen Kleinbus als auch ein Fahrzeug mit in die braunen Fluten gerissen. Zeitweise galten bis zu 15 Menschen als vermisst (die starke Strömung und der hohe Wasserpegel behinderten die Rettungskräfte – mehr hier). Der Stand eine Woche nach dem Einsturz: Fünf Tote und zehn Vermisste.

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