Freiheit für türkische Delphine: TV-Star Helen Worth entlässt Tom und Misha ins Meer

Endlich zurück im offenen Meer! Bereits im Jahr 2010 waren die beiden Delphine Tom und Misha aus einem kleinen Becken im Distrikt Hisarönü in der Provinz Fethiye gerettet worden. Nach 20 Monaten Training konnten sie nun mit Hilfe der "Born Free Foundation" in die Freiheit entlassen werden. Das Tor zur Unabhängikeit wurde von der britischen Schauspielerin Helen Worth geöffnet. Sie hatte Tränen in den Augen.

Die Auswilderung der beiden Delphine ist die erste ihrer Art in der Türkei. Nie zuvor wurden einstige Show-Tiere befreit und derart aufwendig auf ihr neues Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Nun sind die Hoffnungen groß, dass die Aktion in Fethiye als Vorbild für das ganze Land gelten könnte.

Rettung in letzter Minute: Tom & Misha waren dem Tode nahe

Die beiden Delphine, so heißt es in den türkischen Medien, wurden mit Hilfe von Tausenden von Anhängern der Plattformen „Born Free“, „Dolphin Angels“ sowie „Freedom to Dolphins“ gerettet. Die Unterstützung kam dabei aus der Türkei und aus der ganzen Welt. Dabei war der Erfolg der Aktion zunächst alles andere als sicher. Als die beiden Tiere aus dem Pool gezogen wurden, waren sie dem Tod näher als dem Leben. Auch das Aufpäppeln habe, so wird weiter berichtet, länger gedauert, als ursprünglich geplant. Wesentlich beschleunigt wurde das Ganze als die „Global Sailing Academy“ im letzten Jahr einen neuen Bereich für Tom und Misha zur Verfügung stellte. Dort verbesserte sich deren Gesundheit zusehends. Sie erreichten ausreichend Gewicht, um in ihrer natürlichen Umgebung zu überleben und wurden systematisch auf das Leben im Meer vorbereitet, indem sie zum Beispiel Techniken erlernten, um lebendige Fische zu fangen.

Am vergangenen Mittwoch, den 9. Mai, war es schließlich soweit: Das Gatter wurde geöffnet und die beiden Delphine in die Freiheit entlassen. Eine, die ganz vorne mit dabei war, ist die bekannte britische Schauspielerin Helen Worth. Die 61-jährige Schirmherrin der „Born Free Foundation“, die die Kampagne von Anfang an unterstützte, wurde während des bewegenden Augenblicks, in dem sie das Tor in Richtung Ägäis öffnete, von Wildtier-Aktivistin Virginia McKenna und TV-Ermittler Donal MacIntyre begleitet. „Als ich sie das erste Mal in dieser Hölle von Pool sah, habe ich mich gefragt, ob sie das überleben würden“, so Helen gegenüber den Reportern. Die lange Reise, die die beiden Geschöpfe bis zu ihrer Freilassung zurückgelegt hätten, sei “ herzzerreißend“ und mit so vielen Herausforderungen versehen gewesen. Doch das Team und Tom und Mishah hätten alles gemeinsam gemeistert. „Wie es aussieht, haben sich die zwanzig Monate intensiver Reha gelohnt“, meint auch Jeff Foster, Leiter des internationalen Teams von Meeressäuger-Experten aus den USA, Großbritannien und der Türkei, die bei der Rehabilitation geholfen haben.

„Tausende von Freiwilligen aus der ganzen Welt haben sich für Tom and Misha eingesetzt. Born Free und das Rehabilitations-Team standen bis zum Schluss an der Spitze des Projekts“, beschreibt auch Nichola Chapman, eine Sprecherin von Dolphin Angels, das gewaltige Engagement.

Ganz frei sind Tom und Misha allerdings nicht. Das Team verfolgt ihre Bewegungen nun per Satellit. Auch Boote folgen ihnen in den ersten Tagen, um sicherzustellen, dass sie keiner allzu großen Gefahr ausgesetzt sind. Es wird vermutet, dass Tom und Misha dahin zurück schwimmen, wo sie 2006 auch gefangen wurden. Laut Experten bestehe nach wie vor die Möglichkeit, dass sie dort ihre Familien wiederfinden.

Mehr zum Thema:

Vorstoß in der Türkei: Erste Partei für Tierrechte gegründet
Le Pen: Keine muslimische Halal-Schlachtung in Frankreich!
Mehl-Attacke auf Kim Kardashian: Angreiferin ist militante PETA-Aktivistin!

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.