Ausflugsziel Çeltek riegelt sich ab: Touristen müssen klingeln

Im malerischen Dorf Çeltek an der türkischen Schwarzmeerküste haben die Bewohner zu ungewöhnlichen Methoden gegriffen, um sich vor allzu großen Touristenströmen zu schützen. Besucher des Örtchens in der Provinz Samsun müssen hier klingeln, um Einlass zu erhalten.

Das Dorf, an der Küste des Altinkaya Damms gelegen, gilt als beliebtes Ausflugsziel für Picknicker. Doch auf Grund dieser Beliebtheit, so berichtet die türkische Zeitung „Hürriyet“, habe ein lokales Komitee bereits vor einiger Zeit beschlossen, einschlägige Sicherheitsmaßnahmen am Eingang des Örtchens zu installieren, um Auswärtige davon abzuhalten, die Einheimischen allzu sehr zu stören.

Doch wie sehen diese „Abwehrmechanismen“ genau aus? Harmloser als gedacht! Am Eingang von Çeltek haben Mukhtar Kadir Meral und der Gemeinderat ein schweres Eisentor aufgestellt, das auch mit einigen Sicherheitskameras ausgestattet ist. Touristen, die das Dorf besuchen möchten, müssen an einer Klingel läuten und eine Sicherheitskontrolle passieren.

Leben der Dorfbewohner durch betrunkene Touristen gestört

Wie Sait Meral, ein Bewohner des Dorfes, gegenüber den Medien erklärt, ähnle die natürliche Schönheit seiner Heimat der bekannten Sinop Halbinsel. Genau aus diesem Grund würde es auch so viele Menschen hier her ziehen. Doch gerade der immense Konsum von Alkohol, den einige Touristen an den Tag gelegt hätten, störte das Leben der Dorfbewohner immens (in Afyonkarahisar griffen die Behörden durch und verhängten ein weitläufiges Alkoholverbot – mehr hier). „Aus diesem Grund haben wir unseren Dorfrat darum gebeten, etwas gegen diese Leute zu unternehmen. Vor drei Jahren wurde nun eine Schiebetür und Überwachungskameras am Eingang unseres Dorfes installiert. Seitdem gab es keine Zwischenfälle mehr.“ (die Entscheidung in Afyonkarahisar spaltete die Gemüter – mehr hier)

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