G8-Gipfel: Obama will Assad-Sturz auch ohne Russland

Die Türkei ist für die Freie Syrische Armee der wichtigste Partner. In Istanbul treffen sich die syrischen Oppositionellen und Tausende von Flüchtlingen befinden sich in der Türkei. Beim G8-Gipfel gehörte die Lösung des Syrien-Konflikts zu den wichtigsten Punkten - die Rolle der Türkei war dabei allerdings kein Thema.

Vor allem über wirtschaftliche Fragen sollte beim G8-Gipfel im Camp David gesprochen werden. Doch vor allem auch Syrien gehörte zu den wichtigsten Diskussionsthemen, berichtet Stefan Grobe von Euronews. Doch wurde bisher die Türkei als entscheidender Einflussfaktor beim Syrien-Konflikt gesehen, war das beim Gipfel diesmal kein Thema (die Türkei nimmt die meisten Flüchtlinge auf – mehr hier).

Obama versicherte, alle G8-Staaten stünden hinter dem Plan des Waffenstillstands der UN. Er betonte, der Frieden in Syrien gehe nur mit einem Sturz oder dem Rücktritt Assads einher (weitere Gewalttaten lassen auch am Erfolg eines UN-Friedensplans zweifeln – mehr hier). Russland sieht das allerdings nicht so. „Man kann die syrische Regierung mögen oder nicht und von der vergangenen Wahl in Syrien halten was man will, aber eine Frage kann niemand ignorieren: Wenn Assad geht, wer wird ihn dann ersetzen?“, erklärte Mikhail Margelov, russischer Abgeordneter und Berater Medwedews. Letztendlich habe Obama deutlich gemacht, dass eine Lösung des Syrien-Konflikts auch ohne Moskau durchgezogen werde, wie Beobachter berichten.

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