Irakische Demonstranten verbrennen türkische Flagge

Die Türkei darf sich nicht in irakische Angelegenheiten einmischen - das forderten am Samstag rund 200 Demonstranten vor der türkischen Botschaft in Basra. Der flüchtige Vizepräsident al-Hashemi befindet sich derzeit in der Türkei. Innerhalb von 15 Tagen müsse die Türkei ihn ausliefern, andernfalls, so die protestierenden Zivilisten, werden sie türkische Firmen boykottieren.

Rund 200 Demonstranten protestierten am Samstag vor der türkischen Botschaft in Basra. Sie forderten die Auslieferung des flüchtigen Vizepräsidenten Tariq al-Hashemi. Dabei wurden türkischen Medienberichten zufolge türkische Flaggen verbrannt. Die Demonstranten erklärten, die Türkei habe nun noch 15 Tage Zeit, um al-Hashemi auszuliefern, andernfalls würden türkische Unternehmen im Irak boykottiert werden (mehrmals wurde der türkischen Regierung nahegelegt, sich nicht in irakische Angelegenheiten einzumischen – mehr hier).

Das türkische Außenministerium verurteilt das „beschämende Verhalten“, das die Demonstranten an den Tag legten. Damit wird vor allem die Flaggenverbrennung angesprochen. Davutoglu zufolge habe auch der irakische Botschafter von „inakzeptablem“ Verhalten gesprochen.

Al-Hashima war zunächst in den Nordirak und dann in die Türkei geflohen, nachdem gegen ihn im Irak Haftbefehl erlassen wurde. Den Anschuldigungen zufolge habe er die Ermordung von Regierungsmitarbeitern in Auftrag gegeben. Er und seine Anhänger sprechen allerdings von einem Komplott (mehr hier).

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