„Kurdistan“ erstmals in offiziellem türkischen Papier erwähnt

Das Büro des Gouverneurs in der südöstlichen Provinz Şırnak ist die erste staatliche Institution in der Türkei, die den Begriff "Kurdistan" in einem offiziellen Dokument verwendet hat.

In einer schriftlichen Erklärung an hiesige Lkw-Fahrer, in der diese daran erinnert werden, dass sie für den Export von Gütern in den Irak neue Papiere benötigen, erklärte die Grenzverwaltung von Habur, die von einem stellvertretenden Gouverneur repräsentiert wird, dass die „Regionalregierung von Irakisch-Kurdistan“ Lkws in die Türkei zurück schicken könne, wenn die vorgeschriebenen Belege fehlen würden (mittlerweile gehört der Nordirak zu den Top-Zielen für türkische Exporte – mehr hier).

Im Fortlauf des Schreibens wurde die Region weiterhin als IKBY bezeichnet. Ein türkisches Akronym für die „Regionalregierung von Irakisch-Kurdistan“. Offiziell benutzte die Türkei bisher die Bezeichnung „Kurdische Regionalregierung“ (KRG) oder „Nordirak“, um die „Autonome Region Kurdistan“ zu definieren. Den Begriff „Kurdistan“ hat man immer vermieden (Die kurdische BDP-Abgeordnete Leily Zana war bereits Ende Dezember der Ansicht, dass die anfänglich von den Kurden gewollte Autonomie nun nicht mehr ausreiche. Sie forderte eine Volksabstimmung über eine Unabhängigkeit der Kurden – mehr hier).

Mehr zum Thema:

Neue kurdische Partei: Ab Oktober will sie in der türkischen Politlandschaft mitmischen
USA unterstützen Kampf gegen PKK mit Waffen
PKK warnt Türkei vor Syrien-Intervention: „Wir werden Kurdistan zum Kriegsgebiet erklären“


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.