Unglück in İskenderun: Sechs Schüler ertrinken bei Ausflug ihres Koran-Kurses

In İskenderun hat sich am vergangenen Wochenende ein dramatischer Zwischenfall ereignet. Sechs Schüler sind während eines sonntäglichen Ausflugs ertrunken. Ihnen wurde die starke Meeresströmung zu Verhängnis.

Die Schülerinnen und Schüler, die zwischen 13 und 15 Jahre alt waren, gehörten zu einem Koran-Internat im Distrik Kırıkhan, Hatay. Am vergangenen Sonntag, den 20. Mai, nahmen sie an einem Picknick am Strand in der Gegen von Karaağaç in İskenderun teil. Laut Augenzeugen gingen einige der Schüler zum Baden ins Meer. Dabei wurden sechs von ihnen, allesamt offenbar keine guten Schwimmer, in der heftigen Strömung getötet. Zwei weitere wurden von Passanten gerettet.

Tote Schüler wurden bereits an diesem Montag beigesetzt

Der tragische Vorfall wurde mittlerweile auch vom Gouverneur von Hatay, Mehmet Celalettin Lekesiz, bestätigt. Den trauernden Familien sprach er sein Beileid aus. Rettungskräften gelang es sogleich fünf der verunglückten aus dem Wasser zu bergen. Einen sechsten Leichnam bargen sie zwei Stunden später (ein 19-jähriger türkischer Teenager hat mit seinen Organen kürzlich drei Menschen ein neues Leben geschenkt – mehr hier).

Die Leichen von Eyyüp Kann Seher, Ramazan Duran Güven, Mustafa Pul, Mehmet Bilgin, Izzet Zorba und Ömer Faruk Kurtar wurden zunächst ins Leichenschauhaus des staatlichen Krankenhauses von İskenderun gebracht und später ihren Familien überstellt. Die sechs Opfer wurden nach dem Mittagsgebet in ihren jeweiligen Heimatstädten noch an diesem Montag bestattet („Save the Children“ listete die Türkei auf Rang 47 – mehr hier).

Wie der Distrikt-Governor für Kirikhan, Fecri Firket Çelik, erklärte, hatte eine insgesamt 18-köpfige Schülergruppe die Gegend mit nur einer Aufsichtsperson besucht.

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