Aus und vorbei: Coach Havutçu und Beşiktaş gehen getrennte Wege

Wie der türkische Fußball-Club Beşiktaş in einer schriftlichen Stellungnahme auf seiner Internetseite erklärt, werden die Mannschaft und ihr Trainer Tayfur Havutçu künftig getrennte Wege gehen.

Wie es heißt, wurde der Vertrag zwischen Beşiktaş und Havutçu im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Eine für diesen Montagmittag angesetzte Pressekonferenz zum Thema fand allerdings nicht statt. Vertreter des Vereins bestätigten die Entscheidung, den erfahrenen Trainer, der das Team für eine Saison geführt und selbst ein Jahrzehnt lang für den Verein gespielt hat, später jedoch gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Cihan.

Entlassung: Schlechtes Abschneiden der Mannschaft und Spiele-Manipulationsskandal

Die Entlassung von Havutçu wird von den türkischen Medien in direktem Zusammenhang mit dem enttäuschenden Abschneiden des Vereins bei der diesjährigen Meisterschaft gesehen. Beşiktaş kam hier auf den vierten Platz, nachdem die Mannschaft ihr letztes Spiel gegen Trabzonspor verloren hatte. Ein weiterer Kontext ist natürlich auch der Spielemanipulationsskandal, den die türkische Fußballwelt bereits seit vergangenen Sommer beutelt. Denn: Für die PFDK-Behörden war auch Havutçu primäres Ermittlungsziel. So wurde er schon im letzten Jahr als Cheftrainer durch den Portugiesen Carlos Carvalhal ersetzt, als er im Zuge des Skandals festgenommen wurde. Beşiktaş wurde beschuldigt, das Spiel gegen İstanbul Büyükşehir Belediyesi (İBB), im Zuge dessen man den 49. Ziraat Cup gewann, manipuliert zu haben. Beşiktaş schlug İBB mit 4:3 im Elfmeterschießen, nachdem das Spiel nach Verlängerung 2:2 endete.

Havutçu wurde im vergangenen Dezember gemeinsam mit acht weiteren Verdächtigen, darunter auch Serdal Adali, Stellvertretender Vorsitzender von Beşiktaş, aus der Haft entlassen (die beiden wurden im Juli 2011 kurz nach Aziz Yıldırım zum Verhör geladen – mehr hier). Erst im April war er an die Vereinsspitze zurückgekehrt (er war vom türkischen Fußball-Verband für nicht schuldig erklärt worden – mehr hier).

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