NATO-Gipfel : Raketenabwehrschild im Südosten der Türkei in Betrieb

Das Raketenabwehrsystem in der türkischen Provinz Malatya hat nun zum Teil den Betrieb aufgenommen. Das verkündete die NATO beim Gipfeltreffen in Chicago - und das trotz der russischen Einwände. Das Land ist der Ansicht es werde bei den Einrichtungen der Frühwarnsysteme übergangen.

Eines der wichtigsten Themen beim NATO-Gipfel war das Raketen Abwehr System in Europa. Das System, das vor Staaten wie dem Iran oder Nordkorea schützen soll und unverzichtbar sei, soll nun teilweise Einsatzbereit sein (der Iran drohte daraufhin mehrmals mit einem Angriff – mehr hier). In Chicago kündigte jetzt das Militärbündnis eineinhalb Jahre nach Lissabon nur die vorläufige Einsatzbereitschaft an.

Der auch bei Russland umstrittene Raketenschild soll bis 2020 in mehreren Stufen aufgebaut werden. In einem ersten Schritt wurde nun das Frühwarnsystem in der Türkei mit US-Militärschiffen, die auf einer US-Marinebasis in Rota stationiert sind, vernetzt und dem Kommando des Militärbündnisses in Ramstein unterstellt.

„Ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen sind eine reale Bedrohung und das Raketenschild wird es der NATO ermöglichen, sich gegen Bedrohungen im europäischen und atlantischem Raum zu verteidigen“, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

Der Start des Frühwarnsystems könnte einen neuen Streit zwischen Russland und der NATO zur Folge haben (Russland sieht in dem Projekt eine Bedrohung durch die USA und installierte selbst ein Abwehrschild – mehr hier). Russland pocht auf eine Zusammenarbeit in Augenhöhe und fordert ein gemeinsames Raketenschild. Die NATO lehnt das allerdings ab und bietet lediglich eine Kooparation an.

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