57. Eurovision Song Contest: Ab heute wird es ernst!

Erst am vergangenen Samstag wurden die 42 Teilnehmerländer mit einem Roten Teppich in Baku empfangen. Nach der fröhlichen Eröffnungsfeier wird es an diesem Dienstag nun ernst. Das erste Halbfinale des 57. Eurovision Song Contest steht an. 18 Kandidaten kämpfen um den Einzug ins Finale am kommenden Samstag. Der türkische Vertreter, Can Bonomo, muss sich in der zweiten Runde am Donnerstag beweisen.

Noch kann Can Bonomo zwei Tage verschnaufen und mit großem Interesse verfolgen, was an diesem Dienstagabend ab 21 Uhr in der Crystal Hall von Baku aufgeboten wird. Insgesamt 18 Nationen treten an, um zehn der begehrten Finalplätze zu erhaschen. Unter der Moderation von Nargiz, Eldar und Leyla wird es dann unter anderem für die beliebten russischen Omas (das Sextett “Buranovskije Babushki” sorgte bereits für einiges Aufsehen – mehr hier), Griechenland, Zypern, Österreich und Israel ernst. Sie müssen nicht nur um die Gunst des Publikums kämpfen, sondern auch vor der eingesetzten Fach-Jury bestehen.

Can Bonomo bereits Teil der Eröffnungszeremonie

Wie sich Can Bonomo schlägt, das ist der Konkurrenz dennoch bestens bekannt. Denn bereits während der offiziellen Eröffnungszeremonie im Euroclub durfte der türkische Newcomer, der im zweiten Halbfinale die Startnummer 13 trägt, einen ersten Eindruck vor seiner internationalen Konkurrenz hinterlassen. Gemeinsam mit seinen Tänzern wirbelte er am Ufer des Kaspischen Meeres über die Bühne. Und schon jetzt, so berichten die türkischen Medien, soll Can mit seinem Eurovision-Song “Love Me Back” für großes Interesse gesorgt haben, genauso übrigens wie die aserbaidschanische Vertreterin Sebine Babayev mit “When the Music Dies”. Türkische und aserbaidschanische Flaggen schwenkend, begrüßten Can Bonomo und das türkische Kommitee die Teilnehmer der Zeremonie, darunter auch die Gewinner des Eurovision Song Contest 2011, das aserbaidschanische Duo Eldar und Nigar (sie trugen im vergangenen Jahr eine türkische Flagge mit sich – mehr hier) sowie der Norweger Aleksander Rybak, der den Wettbewerb 2009 für sich entschied.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung wurden Can Bonomo und seine Begleiter in der türkischen Vertretung in Baku von Botschafter Hulusi Kılıç und Persönlichkeiten der hiesigen Kunstszene wie Alim Gasımov, Ağadadaş Ağayev und Melekhanım Eyyubova empfangen. In seiner Rede hob Kılıç hervor, dass es zwischen Türken und den Menschen in Aserbaidschan keinen Unterschied gebe. „Ich wünschte, dass einer der beiden Gewinner sein und der andere sein Vize wird.“ Ob sich dieser Wunsch erfüllen wird, steht zwar in den Sternen. Doch für Can Bonomo, so erklärt er selbst, hätte sich die Teilnahme am Eurovision Song Contest bereits jetzt gelohnt. Er sei überwältigt von dem Interesse, das ihm die Leute überall entgegen gebracht hätten. Überall sei er mit einem Lächeln empfangen worden. Auch er zeigt sich im Vorfeld siegessicher: „Ich hoffe, dass wir den Erfolg ernten werden, den wir verdienen. Entweder die Türkei oder Aserbaidschan wird gewinnen. Wir werden unser Bestes tun, um unser Land zu repräsentieren.“

Roman Lob startet im Finale auf Platz 20

Übrigens: Gastgeber Aserbaidschan sowie die „Big Five“, also die Nationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien, bekamen ihre Startnummern für das ESC-Finale am 26. Mai bereits zugeteilt. Deutschlands Kandidat Roman Lob startet auf Platz 20. Das Gastgeberland sowie die „Big Five“ sind übrigens jeweils für ein Halbfinale stimmberechtigt. Im ersten Halbfinale an diesem Dienstagabend sind die Zuschauer in Aserbaischan, Italien und Spanien gefragt. Im zweiten Halbfinale dürfen Deutschland, Frankreich und Großbritannien abstimmen.

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