Wissenschaftlich schön: Britische Forscher haben die perfekte Frau gefunden

Hellwach blicken ihre Augen dem Betrachter entgegen. Es ist eine Mischung aus strahlendem Blau und ein wenig Grau. Dazu eine Stuppsnase wie sie sich ein Maler nicht besser hätte ausdenken können, ein voller Mund und blondes, wallendes Haar. Eine 18-jährige britische Schülerin soll das verkörpern, was im Allgemeinen als die perfekte Schönheit gilt.

Angefangen hat alles mit einem Wettbewerb namens „Britain’s Most Natural Beauty“ im britischen Fernsehen. Der hat Florence Colgates vollendete Schönheit einem breitem Publikum bekannt gemacht. Und in der Tat, nicht nur wissenschaftlich, sondern auch rein subjektiv betrachtet, ist ihr Gesicht nahezu makellos. Würde man eine Messlatte an ihre zarten Wangen anlegen, so wäre das Ergebnis am Ende fast vollkommen symmetrisch. Dazu kommen ihre großen Augen, volle Lippen und hohe Wangenknochen – das Bild ist perfekt (seit kurzem gibt es in New York sogar eine Agentur für muslimische Models – mehr hier).

Florence Colgate hat mit dem Titel nicht gerechnet

Dass sie den Titel „Britain’s Most Natural Beauty“ eines Tages wirklich tragen würde, daran hat der Teenager selbst übrigens nicht geglaubt. Zu Anfangs hätte sie ein Bild von sich, das sie ohne jegliches Makeup zeigt, einsenden müssen. Und dann fand sie sich plötzlich unter den Top fünf von insgesamt 8000 wieder. „Es ist einfach unglaublich. Ich habe ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet, soweit zu kommen“, gesteht Florence gegenüber den Medien.

Der Wettbewerb hatte jedoch, anders als Formate wie etwa „Germany’s next Topmodel“ oder dessen Konkurrenz „Das perfekte Model“ (selbstbewusst stellte sich Eva Padberg gegen TV-Gigantin Heidi Klum – mehr hier), nicht nur einen vordergründigen Aspekt, sondern fußte auf ganz solider wissenschaftlicher Basis. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, gelten die Abstände zwischen Gesichtszügen sowie die Breite und Länge des Gesichts als entscheidende Faktoren seiner Perfektion. Im Fall von Florence Colgate stimmte also nicht nur der optische Gesamteindruck. Auch hinsichtlich der wissenschaftlichen Parameter glänzte sie nahezu mit Idealwerten.

Perfekte Schönheit hat keine Auswirkungen auf ihren Alltag

Der Schülerin sind solche Maßstäbe allerdings ziemlich gleich (im Fall von David Beckham spielen übrigens noch andere Komponenten hinein – mehr hier): „Ich schaue einfach in mein Gesicht und sehe mich.“ Eine wissenschaftliche Sicht, so wird schnell deutlich, war ihr bisher ziemlich fremd. Einfluss auf ihren Alltag hätten die jüngsten Erkenntnisse ebenfalls nicht. Noch immer arbeitet die junge Frau zeitweise in einem Imbiss. Hier stünden „Fish and Chips“ hoch im Kurs, ihr neugewonnener Ruhm hätte darauf keinerlei Auswirkungen. Beliebter als früher sei sie bei ihren Kunden jedenfalls nicht. Noch immer kämen Woche für Woche die gleichen Leute in den Laden. Veränderungen habe sie nicht feststellen können.

Auch ihre Zukunftspläne haben sich seit ihrem „Titel“ nicht verkehrt. Ganz und gar bodenständig plant sie Betriebswirtschaftslehre an einer Universität zu studieren. Käme ein lukrativer Modelvertrag um die Ecke, dann würde die Sache allerdings schon anders aussehen.

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