Brad Pitt: „Killing Them Softly“ ist kein Angriff auf Obama

Kaum in Cannes, schon gibt es die ersten Kontroversen: Am vergangenen Dienstag feierte der jüngste Streifen von Brad Pitt "Killing Them Softly" im Rahmen des bekannten Filmfestivals Premiere. Obschon der Lebensgefährte von Angelina Jolie eigentlich als Erfolgsgarant gilt, gefiel das Drama einigen so gar nicht.

Wie die „Huffington Post“ derzeit berichtet, sei Pitts „Killing Them Softly“ von einigen Kritikern als „vernichtend antikapitalistische Unterhaltung“ bezeichnet worden. Andere hängten sich offenbar an dem Einstieg mit Barack Obama und einem Auszug aus seiner Rede auf der „Democratic National Convention“ 2008 auf (auch Angelina Jolies „In the Land of Blood and Honey“ wurde zwiespältig aufgenommen – mehr hier).

Damals sinnierte der heutige US-Präsident darüber, was das amerikanische Versprechen sei. Es ist ein Versprechen, das jedem von uns die Freiheit gebe unser eigenes Leben zu leben. Dass aber auch besage, dass wir die Pflicht hätten, einander mit Würde und Respekt zu behandeln. So seine Konklusio. Den Kritikern von Brad Pitt stelle sich, so fährt das Blatt fort, nun allerdings die Frage: Ist seine Präsidentschaft also gescheitert?

Ausschnitte von Obama als „echter Ausdruck der Hoffnung“

„Ich war in der Nacht, in der Obama gewonnen hat, in Chicago“, erklärt Brad Pitt nun nach der Premiere seines Films in Cannes. „Es war eine tolle Nacht. Die Menschen waren draußen auf den Straßen und sie waren miteinander verbunden.“ Dass ein Stück von Obamas Rede nun in seinem Film zu sehen sei, war nicht als „ein zynischer Blick auf eine Erklärung des Scheiterns, sondern als echter Ausdruck der Hoffnung“ gedacht (während er das klarstellt, lässt der Star die Anwesenden in punkto Hochzeit allerdings im Unklaren – mehr hier).

Basierend auf dem Roman „Gogan’s Trade“ von George V. Higgins, konzentriert sich „Killing Them Softly“ auf den Berufskiller Jackie Cogan (Brad Pitt), der im Dienste der Mafia unterwegs ist, allerdings so seine ganz eigenen Methoden bei der Ausführung seines Auftrags hat. Er soll die Hintergründe eines Überfalls auf ein hochdotiertes Pokertunier aufklären und verlangt dafür – ganz im Sinne der Finanzkrise – ein ordentliches Sümmchen. „Der Film“, so urteilt die „Huffington Post“, „präsentiert die Kriminellen offenbar als Allegorie für die amerikanische Öffentlichkeit in der Folge des Finanzkollaps des Jahres 2008.“ Der Schlusssatz macht das umso mehr deutlich: „America is not a country; it’s a business“ – und schon 2008 ist das Verbrechen nicht einmal mehr das, was es früher einmal war.

Hier die Pressekonferenz zum Film in Cannes:

Der Film kommt am 15. November in die deutschen Kinos.

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