Kampf um die Kultur: Türkei will gestohlene Kunst nach Hause holen

Eines der größten Museen Europas soll 2023 in Ankara stehen. Das verkündete der türkische Kultusminister Ertugrul Günay. In diesem Jahr wird die Türkische Republik hundert. Die kulturellen Ambitionen der Türkei gehen seit eingen Jhren über die nationalen Grenzen hinaus.

Von überall auf der Welt werden türkische Kunstschätze zurück verlangt (bei vielen Kunstobjekten in US-Museen soll es sich um gestohlene Schätze handeln – mehr hier). Das Selbstbewusstsein des vor allem wirtschaftlich aufsteigenden Landes ist auch im Bereich der Kunst angekommen.

Die kulturellen Pläne der türkischen Regierung genießen breite Unterstützung der Museumsdirektoren der Türkei. Ausländische Kuratoren sehen in der Kampagne der Türkei eine wachsende Aggression, schreibt der Economist. Die Regierung lehne Leihgaben seit einigen Jahren immer wieder ab und verweigere Lizenzen für ausländische Ausgrabungen – ein westlicher Kurator beschreibt die Kampagne dem Economist als „Erpressung“.

„Wir führen keinen Kampf“, so Günay, „Aber das ist definitiv ein kultureller Kampf. Und wir sind entschlossen, unsere Bemühungen noch entschlossener durchzusetzen.“ Es werde mehr für kulturelle Projekte ausgegeben. Schon in mehreren US-Museen beantragte die Türkei die Rückführung mehrerer Kunstobjekte und hat dabei noch nicht einmal schlechte Chancen (mehr hier).

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