Interkontinentalrakete: Russische Antwort auf NATO-Abwehrschild

Russland ist der Ansicht, die USA seien mit dem NATO-Radarsystem in der Türkei einen Schritt zu weit gegangen. Die Forderung eines gemeinsamen Raketenschilde wurde bereits abgelehnt. Nun kontert Russland mit dem Test einer Interkontinentalrakete.

Russlands Antwort auf das Raketenabwehrschild der NATO in der Türkei ließ nicht lange auf sich warten. Nur ein paar Tage nach Inbetriebnahme des Raketenabwehrschilds in der Türkei (mehr hier), meldeten die Nachrichtenagentur Interfax und das russische Fernsehen RT, dass Russland eine neuartige Interkontinentalrakete erfolgreich teste.

Die neuartige Interkontinentalrakete, die das Abwehrschild überwinden soll, ist eine erweiterte Version der TOPOL-M Rakete, die bereits seit 1997 im russischen Millitär einsatzbereit ist. Die System der Rakete wurde schon damals als Reaktion auf die amerikanischen Pläne zum Aufbau eines Raketenschilds entwickelt.

Im September letzten Jahres scheiterte ein erster Test der Rakete. Diesmal wurde sie im Nordwesten Russlands erfolgreich getestet. Die Rakete, die mit einem neuartigen Treibstoff betrieben wird, kann jeden Ort auf der Welt erreichen und ist für ein Abwehrsystem nur schwer zu erkennen. Desweiteren ist sie mit einem manövrierfähigen Sprengkopf und Mehrfachsprengköpfen ausgestattet und kann somit Abwehrgeschossen ausweichen.

Russlands Bedenken bezieht sich vor allem auf die veralteten Sowjetraketen, die RT berichtet. Diese könnten vom Abwehrschild sofort erkannte werden und seien somit zukünftig unbrauchbar.

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