Polen und Türkei: Hier sollten Unternehmen investieren

Extrem niedrige Unternehmensbewertungen, günstige Wechselkurse und vielfältige Investitionsmöglichkeiten: Polen und die Türkei sind die „Tiger Europas“ und ziehen an den anderen Ländern vorbei, so die Einschätzung der Analysten.

Stetiges Wirtschaftswachstum, eine junge Bevölkerung und eine wachsende Mittelschicht – sowohl de Türkei als auch Polen heben sich dadurch vom Rest Europas ab. Die Länder werden in den kommenden Jahren zwar ein risikoreiches, jedoch sehr attraktives Investitionsziel darstellen, so die Einschätzung der Wirtschaftszeitschrift MarketWatch.

Der türkische Aktienindex ISE 30 ist seit Jahresbeginn um 9,8 Prozent gestiegen, während der polnische Aktienindex WIG 20 um 2,7 Prozent fiel. Durch diese Entwicklung wurde der Stoxx Europe 600 um 2,2 Prozent gepusht.

Beide Länder bieten eine viele verschiedene Möglichkeiten für Investitionen im Finanzbereich, Telekommunikationssektor oder auch im Bereich der Gebrauchsgüter. In der Türkei gibt es einen breiten Industriesektor, in Polen vor allem viele Energieunternehmen.

Nach Polen und in die Türkei werden eine Menge ausländischer Direktinvestitionen fließen, glaubt Matt Lasov, Forschungsleiter der Frontier Strategy Group (in der Türkei nehmen diese stetig zu – mehr hier). Dabei hätten die Direktinvestitionen noch nicht einmal das höchste Level erreicht, denn aufgrund der Finanzkrise seien viele westliche Unternehmen zurückhaltend und setzen lieber darauf, zu sparen.

„Beide Märkte bieten signifikante Möglichkeiten, weil sie darauf ausgerichtet sind, die europäischen Märkte zu überholen, bieten extrem niedrige Unternehmensbewertungen und haben günstige Wechselkurse. Das macht Deals mit den Ländern attraktiv“, erklärt er.

2011 flossen 16,1 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen in die Türkei, seit 2007 war diese Zahl nicht mehr so hoch, so Lasov. Damals pumpten Investoren mehr als 22 Milliarden in das Land. In Polen fielen 2011 die ausländischen Direktinvestition auf 11,8 Millairden. 2007 verzeichnete das Land hier noch 23,7 Milliarden. Trotzdem sei das ein gutes Zeichen, erklärt Lasov weiter, denn Polen „war das einzige Land, dass nicht in die Rezession ging“.

Während der Rest Europas also um seine Wirtschaft zitter geht es der Türkei und Polen vergleichsweise gut. „Die Tiger Europas“ sind sie deshalb für MarketWatch.

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