Selbstmordanschlag in Kayseri: Erdoğan will PKK keine Zugeständnisse machen

In der türkischen Provinz Kayseri verübten drei mutmaßliche PKK-Terroristen ein Selbstmordanschlag vor einer Polizeistation. Das Attentat kostete einem Polizisten das Leben. Ein anderer befindet sich weiterhin in Lebensgefahr. Mindestens 15 Personen wurden verletzt.

Ziel des Attentats sei allerdings nicht die Polizeistation gewesen, vermutet Innenminister Idris Naim Şahin (in Istanbul kam es erst kürzlich zu einem Anschlag auf einen Polizeibus – mehr hier). Die Ermittlungen müssten nun zeigen, ob der Anschlag für Ankara bestimmt war. In Kayseri wurden die Attentäter mit der Bombe im Auto überrascht.

Erdoğan erklärte, der Standpunkt des politischen Arms der Terrororganisation sei nun entscheidend. Er erwarte eine klare Distanzierung der Partei, mit der er vermutlich die BDP im Parlament meint. Die Regierung werde weiterhin keinerlei Zugeständnisse an die PKK machen, so Erdoğan. Der Kampf gegen die PKK werde unbeirrt weitergeführt (auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Aktionen der PKK – mehr hier).

Nach ersten Angaben der Behörden habe die Polizei versucht, ein Auto mit zwei Insassen in der Nähe der Polizeistation anzuhalten. Die Verdächtigen flüchteten und als die Polizei die Verfolgung aufnahm, sollen die Attentäter in den Hof der Polizeistation gefahren sein und ließen dort die Bombe explodieren. Die Identität der Attentäter sei derzeit noch nicht auszumachen, so Şahin am Freitag.

Mehr zum Thema:

USA unterstützen Kampf gegen PKK mit Waffen
PKK füllt Machtvakuum in Nordsyrien
PKK: Deutschland droht Eskalation der Gewalt

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.