Eurosivion: Familie von Can Bonomo drückt in İzmir die Daumen

Ab 20.15 Uhr an diesem Samstagabend heißt es für Can Bonomos Landsleute Daumendrücken. Mit der Startnummer 18 geht der 25-jährige Newcomer beim 57. Eurovision Song Contest in Baku ins Rennen. Die Eltern des jungen Sängers sind in der imposanten Crystal Hall leider nicht dabei.

Am vergangenen Donnerstag hieß es zittern bis zur letzten Minute. Schafft es der „Love Me Back“-Interpret ins Finale? 18 Nationen waren angetreten – und die Runde hatte es durchaus in sich. Als zehnter und letzter Kandidat erhielt Can Bonomo schließlich den Zuschlag im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests. Ob ihm sein goldenes Ticket auch an diesem Samstagabend Glück bringen wird? Can Bonomo gab sich bereits während des Empfangs in der türkischen Botschaft vor Wettbewerbsbeginn zuversichtlich („Entweder die Türkei oder Aserbaidschan wird gewinnen“, so seine Prognose – mehr hier).

Gemeinsam mit den Künstlern aus Litauen, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Ukraine, Schweden, Mazedonien, Norwegen, Estland und Malta hat Can Bonomo das geschafft, was er sich vor einigen Monaten wahrscheinlich selbst noch nicht einmal hat träumen lassen. Er ist in Aserbaidschan und hat die Ehre sein Heimatland die Türkei beim wichtigsten Musikwettbewerb der Welt zu vertreten (er war der Überraschungskandidat Anfang 2012 – mehr hier). Besonder stolz ist natürlich Can Bonomos Familie. Sie unterstützen den „Seemann“ jedoch nicht direkt vom Bühnenrand, sondern von ihrem Zuhause in Izmir. Gegenüber den Medien dementiert sein Vater Yaşar Bonomo übrigens auch Gerüchte, wonach das Komitee die Familie nicht zum Eurovision Song Contest eingeladen haben soll. Der Grund für ihren Verbleib in der Türkei sei ein anderer: In der Familie gäbe es gesundheitliche Probleme.

Kann sich Can Bonomo gegen Loreen behaupten?

Dass sich Can Bonomos Eltern, Verwandte und Freunde heute abend geschlossen vor den Fernsehgeräten versammeln und es damit Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt gleichtun, versteht sich jedoch von selbst. Immerhin treffen nun die zehn Finalisten des zweiten Halbfinales auf ihre Konkurrenz der ersten Runde, die so genannten „Big Five“ – die Geldgeber-Nationen Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England – sowie Gastgeber Aserbaidschan. Auch die Favoriten des Mega-Events stehen bereits fest: Schweden liegt mit Loreen und ihrem Titel „Euphoria“ in diesem Jahr ganz weit vorne.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xCvAsUYEYU4

Auch Serbien, Norwegen und Russland werden echte Chancen auf den Sieg bescheinigt. Gehandelt werden darüber hinaus Spanien, Irland und Italien. Immer wieder fällt aber auch das Stichwort Türkei.

Nachdem Aserbaidschan den Contest im Jahr 2011 gewonnen hat, hat sich das Land für den Wettbewerb in diesem Jahr ordentlich herausgeputzt. 45 Millionen wurden ausgegeben, um der Hauptstadt ein regelrechtes „Facelift“ zu verpassen und die internationalen Eurovision-Fans standesgemäß zu begrüßen. Neben den unzähligen Menschen, die sich vor Ort tummeln, werden an diesem Samstagabend rund 125 Millionen Zuschauer an den TV-Geräten erwartet.

Keine Politik: Can Bonomo konzentriert sich auf die Kunst

Can Bonomo jedenfalls ist gut vorbereitet. Bereits am 16. Mai absolvierte er gemeinsam mit einer Tanz-Crew seine erste Probe in Baku. Seitdem scheint er hochkonzentriert. Angesprochen auf die Spannungen zwischen Israel und der Türkei antwortet er: „Ich bin Künstler und Sänger. Ich fokussiere mich voll auf meine Karriere. Es gibt nette Menschen hier aus verschiedenen Nationen.“

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